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«Huch, was?»: Google verschickte private Videos an Fremde

Dem Fotospeicherdienst von Google ist im letzten Jahr ein grober Fehler passiert.

Der Google-Manager Anil Sabharwal präsentierte 2015 den neuen Dienst Google Fotos.

Der Google-Manager Anil Sabharwal präsentierte 2015 den neuen Dienst Google Fotos.

(Bild: Reuters)

Rafael Zeier@RafaelZeier

«Huch, was?», war die vertwitterte erste Reaktion von Jon Oberheide, als er ein Mail von Google Fotos bekam. Darin informiert Google, dass es zwischen dem 21. und 25. November ein technisches Problem gegeben habe.

In dem Zeitraum habe er sein Foto-Archiv heruntergeladen, und dabei sei es zu einem Fehler gekommen. «Einige» Videos seien falsch exportiert worden und in den Archiven anderer Nutzer gelandet. Das sei mit einem oder mehreren Videos passiert.

Zudem bestünde die Möglichkeit, dass er nicht alle seine Daten von Google bekommen habe und dafür Videos von fremden Menschen bekommen habe.

Es folgen die üblichen Entschuldigungen, Versicherungen, dass das Problem behoben sei, und der Hinweis, dass er noch mal einen neuen Datenexport durchführen solle.

Im Klartext: Google hat private und sicher geglaubte Videos an fremde Menschen verschickt.

Kein Einzelfall

Wie weitverbreitet das Problem war und ob auch Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz betroffen sind, ist aktuell unklar. Sobald wir Antworten von Google bekommen, werden wir den Artikel entsprechend anpassen.

Dass nur Jon Oberheide, den Gründer und Technik-Chef von Duo, einer auf sichere Log-ins spezialisierten Firma, betroffen ist, scheint unwahrscheinlich. Auch auf Redditfindet sich ein entsprechender Fall.

Dem Blog 9to5Google.com hat der Konzern bereits ein Statement zukommen lassen:

«Wir informieren Nutzer über einen Fehler, der aufgetreten ist, wenn man mit Google Takeout seine Google-Fotos-Daten zwischen dem 21. und 25. November heruntergeladen hat. Diese Nutzer haben möglicherweise nicht alle Daten bekommen oder Videos – nicht Fotos –, die nicht von ihnen sind. Wir haben das Problem inzwischen behoben und eine Untersuchung durchgeführt, damit das nicht wieder passiert. Es tut uns sehr leid, dass das passieren konnte.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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