Die Mittelklasse überholt den Boliden

Huawei brezelt die Geräte der mittleren Preisklasse auf: Das ausschliesslich online verkaufte Smartphone Honor 7 erinnert äusserlich stark an Huaweis Topmodell P8. Doch was steckt im Gehäuse? Das Topmodell. Und noch ein bisschen mehr.

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Mathias Born@thisss

Huawei kann schöne Smartphones bauen. Das hat der chinesische Hersteller mit seiner Topserie bewiesen. Nun peppt er die ausschliesslich online zu Kampfpreisen verkaufte Honor-Reihe mit Merkmalen auf, die bislang der Topserie vorbehalten waren.

Das Android-Gerät Honor 7, das hierzulande ab heute für 349 Franken exklusiv bei Digitec erhältlich ist, steckt in einem erstaunlich aufwendig verarbeiteten Metallgehäuse: Die rückseitigen Kanten sind gebrochen, und in den Einschaltknopf wurde eine feine Struktur gefräst, sodass man ihn blindlings ertastet. Der Bildschirm ist mit 5,2-Zoll ein guter und wohl massentauglicher Kompromiss: Er bietet viel Platz, ohne das Smartphone allzu unhandlich werden zu lassen.

Das neue Smartphone Honor 7 ist gleich gross und breit wie das Topmodell P8 sowie das äusserlich baugleiche P8 Lite. Mit 8 Millimetern ist es aber eineinhalb Millimeter dicker. Zudem wiegt es 15 Gramm mehr.

Und noch ein Detail ist nicht ganz so elegant: Die grosse Kameralinse ragt – anders als beim P8 – einen Millimeter hervor, sodass das Gerät nicht plan auf dem Tisch liegt. Allerdings ist das auch bei vielen Konkurrenten der Fall, sogar bei den hochpreisigen Spitzenmodellen von Samsung und Apple.

Im Metallgehäuse des Honor 7 stecken fast durchgehend die selben Komponenten wie im rund 100 Franken teureren P8: Der Bildschirm stellt bei beiden volle HD-Auflösung dar, also 1920 mal 1080 Bildpunkte. Als Prozessor kommt der von Huawei entwickelte HiSilicon Kirin 935 zum Einsatz. Er verfügt über acht Kerne mit Taktfrequenzen von bis zu 2,2 Gigahertz. Im Gerät stecken 3 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 16 Gigabyte normaler Speicher. Letzterer lässt sich um bis zu 128 Gigabyte erweitern.

Bei der Kamera legt Huawei im Vergleich zum halbjährigen Topmodell sogar noch drauf: Die Hauptkamera trumpft mit einer Auflösung von 20 Megapixeln, auf, während jene des P8 bloss 13 Megapixel bietet. Die Sefie-Kameras machen bei beiden Geräten Bilder mit 8 Megapixeln. Der Akku des Honor 7 ist mit 3100 Milliamperestunden besser dotiert als der knapp bemessene des P8 (2680 Milliamperestunden).

Daneben verfügt das neue Gerät über zwei praktische Eigenschaften, die dem P8 (in der Europa-Ausführung) fehlen: Es bietet wahlweise Platz für eine SIM- und eine Speicherkarte oder aber für zwei SIM-Karten. Und: Es verfügt über einen sehr schnellen Fingerabdrucksensor, mit dem sich das Gerät rasch und bequem entsperren lässt.

Berner Zeitung

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