Apple-Panne: Mit Facetime konnte man heimlich lauschen

Der Videotelefoniedienst hatte eine grobe Sicherheitslücke. Die sollte inzwischen geschlossen sein. So gehen Sie trotzdem auf Nummer sicher.

In den Einstellungen kann man Facetime deaktivieren.

In den Einstellungen kann man Facetime deaktivieren.

(Bild: zei)

Rafael Zeier@RafaelZeier

Letzten Herbst fügte Apple bei seinem Videotelefoniedienst Facetime die Möglichkeit hinzu, mit mehreren Personen gleichzeitig zu sprechen. Während Dienste wie Skype oder Hangouts das schon länger bieten, war die Funktion für Apple eine Premiere.

Nun hat sich herausgestellt, dass man mit Gruppen-Facetime eben nicht nur munter plaudern oder Teamsitzungen abhalten, sondern auch heimlich lauschen konnte. Wie 9to5mac publik machte, erlaubte es ein simpler Trick, beim Gegenüber reinzuhören, auch wenn dieser den Anruf gar nicht angenommen hatte.

Heimlich reinhören

Während es beim Gegenüber klingelte, musste man lediglich aus dem Anruf einen Gruppenanruf machen und sich selbst als weiteren Teilnehmer hinzufügen. Schon konnte man hören, was am anderen Ende der Leitung gerade passierte.

Selbst konnten wir auf der Redaktion die Sicherheitslücke am frühen Dienstagmorgen nicht mehr reproduzieren. Eine mögliche Erklärung: Apple hat nach Bekanntwerden der Panne Gruppen-Facetime deaktiviert. Ein Blick auf Apples Systemstatus-Website deutet zumindest darauf hin.

Dabei dürfte es sich aber nur um eine vorübergehende Notlösung handeln. Gegenüber 9to5mac verspricht Apple ein Softwareupdate noch für diese Woche. Da Facetime nicht in Apples App-Stores verfügbar ist, wird dazu vermutlich ein komplettes iOS-Update nötig.

Wer schon jetzt auf Nummer sicher gehen möchte, kann Facetime in den Einstellungen komplett deaktivieren. Unter iOS findet man die Option unter Einstellungen/Facetime. Auf dem Mac findet man die Funktion direkt in der Facetime-App.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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