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Apple macht sich klein für den grossen Angriff

Der iPhone-Konzern hat den Milliardenmarkt China im Visier: Nach dem iPad könnte das iPhone als Günstigversion ohne Retina-Display auf den Markt kommen. Jony Ive wiederum soll die Software verschlanken.

Stellt am 23. April die neuen Apple-Zahlen vor: Firmenchef Tim Cook. (12. September 2012)
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Beck Diefenbach, Reuters
Sieht die Zukunft Apples optimistischer als auch schon: Apple-Legende Steve Wozniak. (14. Oktober 2011)
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Kimihiro Hoshino, AFP
Im Visier: Milliardenmarkt China. Das Bild zeigt Apple-Werbung in Peking. (18. März 2013)
Im Visier: Milliardenmarkt China. Das Bild zeigt Apple-Werbung in Peking. (18. März 2013)
Mark Ralston, AFP
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Dass Apple jemals einen Rückschritt bei der Bildschirmauflösung machen würde, um eine Gerätekategorie günstiger unter die Leute zu bringen, war bis vergangenen Herbst für viele Apfelfans undenkbar. Doch die Lancierung des iPad mini belehrte sie eines besseren: Das Display des 7,9-Zoll-Tablet verfügt über eine Auflösung von 1042 mal 768 Pixel und ist damit deutlich schlechter als das sogenannte Retina-Display des iPad 4 (2048 mal 1536 Bildpunkte), es kann jedoch günstiger produziert und somit billiger verkauft werden.

Eine Strategie, die sich – zumindest, was die Verkaufszahlen betrifft – auszahlt: Das Mini-Tablet ist stärker gefragt als das 9,7-Zoll-Gerät (Redaktion Tamedia berichtete).

Seit längerem ein Thema bei Apple

Einem Bericht des Analysten Amit Daryanani zufolge wird der Konzern im Sommer ein Low-Budget-Smartphone mit 4-Zoll-Bildschirm und ohne Retina-Display lancieren. «Mit einem günstigeren Preis», so der Experte von RBC Capital Markets gegenüber Appleinsider.com, «wird es für Apple möglich sein, einen wachsenden und wichtigen Teil des Smartphone-Marktes zu erobern.» Daryanani rechnet mit einem Preis unter 400 Dollar.

Branchenkollege Peter Misek will ebenfalls erfahren haben, dass der Apfelkonzern in wenigen Monaten ein Plastik-Smartphone mit niedriger Bildschirmauflösung anbieten wird. Der Vorstoss von Apple ins Billigsegment wurde von der Nachrichtenagentur Bloomberg sowie dem «Wall Street Journal» bereits vor längerer Zeit thematisiert.

Milliardenmarkt China

Das mutmassliche Smartphone-Engagement im Billigsektor, welches das Unternehmen bislang konsequent verschmäht hat, ist für Branchenkenner ein weiteres Indiz für Apples Bestrebungen, die Milliardenmärkte China und Indien zu erobern.

Insbesondere das Reich der Mitte, weltgrösster Mobilemarkt der Welt, ist für Apple von grösstem Interesse. Erst kürzlich traf sich Apple-Chef Tim Cook mit der Managementspitze von China Mobile. Der über 715 Millionen (!) Nutzerinnen und Nutzer zählende Mobilfunk-Provider will mit Milliardeninvestitionen in die LTE-Technologie (4G) mehr zahlungskräftige iPhone-Nutzer anlocken (Redaktion Tamedia berichtete). Der wachsenden Mittelschicht in China steht eine grosse Auswahl asiatischer Günstig-Smartphones von Unternehmen wie ZTE, Huawei oder Hisense zur Verfügung, aber kein bezahlbares Apple-Smartphone.

iPhone 5S: Wenig Neuerungen?

Das High-End-Segment wird Apple indes nicht aufgeben: Misek, Daryanani und auch das taiwanesische Branchenportal Digitimes sprechen von einer Lancierung des iPhone 5S (oder iPhone 6) noch im Sommer oder im Herbst. Eine Handyrevolution ist laut dem «Wall Street Journal» aber nicht zu erwarten: Das 5S erhalte kaum mehr als einen neuen Prozessor und eine verbesserte Kamera.

Mehr Änderungen könnte es im Herbst geben – allerdings nicht auf Hardware-, sondern auf Softwareebene. Die nächste Version des mobilen Betriebssystems iOS wird US-Medienberichten zufolge einfacher zu bedienen sein. Das unter Jonathan «Jony» Ive entwickelte «schlichtere und flachere» Design werde im Juni an der Entwicklerkonferenz WWDC gezeigt.

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