Wie gut kann ein Smartphone für 100 Franken sein?

Das Multimediahandy San Francisco ist am Kiosk für wenig Geld erhältlich. Das Android-Telefon aus chinesischer Produktion gefällt nicht nur dank flinker Benutzeroberfläche.

Chinesisches Handy mit amerikanischem Namen. Das ZTE-Gerät San Francisco bietet viel für wenig Geld. Mit dem Kauf bindet man sich aber zwei Jahre an die Prepaid-Karte von o.k.-Mobile.

Chinesisches Handy mit amerikanischem Namen. Das ZTE-Gerät San Francisco bietet viel für wenig Geld. Mit dem Kauf bindet man sich aber zwei Jahre an die Prepaid-Karte von o.k.-Mobile.

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Valora verkauft an ihren Kiosken unter dem Namen o.k. seit längerem preiswerte Artikel des täglichen Bedarfs. Seit kurzem gehören offenbar auch Handys in diese Produktkategorie, darunter ein Smartphone: Das vom chinesischen Hersteller ZTE gefertigte und in Zusammenarbeit mit Orange vermarktete Gerät kostet 100 Franken. Kann ein solches Gerät den Praxistest bestehen?

Durchaus befriedigend

Kaum ist das handliche Android-Smartphone eingeschaltet und sind meine Zugangsdaten zum Google-Account eingegeben, landen die Kontakte und Termine darauf; Anschliessen an den Computer ist unnötig. Im mehrwöchigen Praxistest gefällt das Telefon durch die für ein Gerät dieser Preisklasse flinke Benutzeroberfläche. Viele Programme, die ein Smartphone smart machen, sind bei der vorinstallierten, halbwegs aktuellen Version 2.1 des Google-Betriebssystems Android mitgeliefert, weitere können nachinstalliert werden.

An die Prepaid-Karte von o.k.-Mobile gefesselt

Der Bildschirm hat mit 480 mal 800 Pixel eine tiefere Auflösung als jener der neusten iPhone-Generation, übertrumpft mein iPhone 3GS aber problemlos. Auch die sonstigen Spezifikationen lassen nicht vermuten, dass es als Billiggerät verkauft wird: Sie genügen den heutigen Anforderungen vollauf. Einzig die Kamera lässt im Dunkeln deutlich nach.

Einen Haken hat das Angebot aber: Das Gerät ist für zwei Jahre an die Prepaid-Karte von o.k.-Mobile gefesselt; bestehende Nummern können portiert werden. Der Wechsel kann aber durchaus attraktiv sein: Die Tarife sind für Wenigtelefonierer und Ab-und-zu-Surfer fair. Ich hingegen muss bis Vertragsende bei meinem Anbieter bleiben – auch wenn mich das Android-Gerät stärker beeindruckt hat, als ich es für den Preis von 100 Franken erwartet hätte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.01.2011, 08:22 Uhr

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