Lenovo-Tablet wirft Bilder an die Wand

PC-Hersteller Lenovo fühlt sich zunehmend wohler im Geschäft mit mobilen Geräten. Neuster Streich ist ein Tablet mit eingebautem Beamer.

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Jan Rothenberger@janro

Im Herbst letzten Jahres stellte Lenovo seine ersten Tablets der Yogareihe vor. Der Eindruck damals: Mittelklasse. Inzwischen haben die Chinesen nachgebessert. Drei neue Yoga-Tablets mit Android fährt Lenovo dazu auf, dazu zwei mit Windows. Lenovo vermarktet seine Tablet-Flaggschiffe wie schon 2013 mit prominenter Unterstützung: Schauspieler Ashton Kutcher leiht der Werbekampagne sein Gesicht und zeigt sich passend zum Modellnamen mit verrenkten Gliedern.

Den Hauptdesignschnörkel behält Lenovo bei: Charakteristisch war schon für die erste Generation die rollenförmige Längskante, die dem Design einer Mac-Tastatur ähnelt. Darin verbirgt sich eine Klappstütze, mit der sich die Geräte entweder liegend anwinkeln oder vertikal aufstellen lassen. Via ein Loch in der Stütze lässt sich das Yoga zudem als Minifernseher an die Wand hängen.

Ein Tablet als Beamer

Die zwei kleineren Yoga-2-Tablets setzen mit acht und zehn Zoll in etwa auf die iPad-Grössenklassen. Die Displays lösen mit 1920 x 1200 Pixeln auf. Vierkern-Intelprozessoren mit 1,86 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher sind eine Verbesserung zur Vorjahresgeneration. Weiter gibt es eine per SD-Karte ausbaufähige Speicherausstattung von 16 oder 32 GB. Die Yoga-Tablets werden mit Androids aktueller Version 4.4 (Kitkat) ausgeliefert.

Interessant ist vor allem das dritte Modell: Mit seinen 13 Zoll Bildschirmdiagonale ist das Yoga 2 Pro an der oberen Grenze, was komfortable Tabletgrössen angeht. Dafür bringt das Gerät eine aufgebohrte Hardware mit und hat einen neuen Trick gelernt: Das Gerät besitzt einen Beamer, den die Ingenieure in der Kantenrolle untergebracht haben. Dieser strahlt quer zum Gerät ein Bild in Fernsehgrösse an die Wand. Bei einer empfohlenen Entfernung von zwei Metern misst das Bild 1,2 Meter. Die kompakten Einbaumasse des Beamers bezahlt das Yoga allerdings mit drastischen Abstrichen gegenüber einem stationären Heimbeamer: Bei Helligkeit und Auflösung muss sich der Nutzer mit einer vergleichsweise mässigen Leistung zufrieden geben.

Konkurrenz für das Macbook Air

Lenovo positioniert das Pro 2 klar als Multimediagerät und hat es entsprechend für den Konsum von Video fit gemacht. Ein für Tablets verhältnismässig potenter 8-Watt-Lautsprecher ergänzt die Ausstattung. Das Display besitzt eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Die drei Android-Modelle werden noch diesen Monat in Deutschland auf den Markt kommen, preislich liegen sie zwischen 266 und 648 Franken.

Auch bei den Windows-Versionen der Yogas stehen neue Modelle ins Haus. Die beiden kleineren Tablets erhalten auch Varianten mit Windows 8.1. Zudem hat das Yoga-Ultrabook einen Nachfolger erhalten. Das Yoga 3 Pro ist ein neues, mit einer Dicke von 12,8 Millimeter sehr schlankes Notebook mit Windows-Innenleben. Zum Vergleich: Das Macbook Air misst an der dicksten Stelle 17 Millimeter. Auch hier setzt Lenovo auf Aufstellungsoptionen: Mittels eines flexiblen Scharniers lässt sich das Gerät mit Touch-Display zum Tablet umfunktionieren.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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