Erste Details zum neuen Fairphone

Das neue Smartphone für ein gutes Gewissen kommt im Herbst. Für die Herstellung haben sich die Macher von den bisherigen Partnern verabschiedet.

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Jan Rothenberger@janro

Die Macher des Fairphones lassen sich in die Karten blicken, was ihr nächstes Smartphone angeht. Wie beim ersten per Crowdfunding finanzierten Telefon stehen die Ziele Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen im Fokus. So soll wiederum zumindest ein Teil der Rohstoffe konfliktfrei gewonnen werden und das Telefon möglichst langlebig sein. Ausserdem engagiert sich das Unternehmen für Verbesserungen im Alltag der chinesischen Fabrikarbeiter, die die Telefone montieren.

Bereits ist klar, dass das nächste Fairphone auf deutlich veränderter Hardware laufen wird. So trennt man sich vom Chipset-Hersteller Mediatek, stattdessen läuft das Fairphone 2 auf einer Qualcomm-Plattform. Dem Vernehmen nach eignet sich die Qualcomm-Hardware besser, um im Nachhinein Android-Updates und alternative Betriebssysteme anzubieten – beides erklärte Ziele der Fairphone-Macher.

Fairphone 2 kommt mit 4G

Das erste Fairphone wurde Anfang 2014 an die Besteller ausgeliefert. Vermisst haben wir damals den LTE-(4G)-Standard für schnelles mobiles Internet. Gemäss Technikchef Olivier Herbert wird die zweite Ausgabe nun LTE unterstützen: «Um ein wettbewerbsfähiges Gerät zu haben, war es zentral, 4G-Fähigkeit zu haben», so der Fairphone-CTO.

Auch beim Partner für die Endfertigung beschreiten die Fairphone-Macher neue Wege. Für das erste Fairphone arbeitete man mit Guohong zusammen, einem chinesischen Unternehmen mit Sitz in Chongqing. Das zweite Fairphone wird dagegen vom Unternehmen Hi-P gefertigt, im chinesischen Suzhou. Als Grund geben die Fairphone-Macher an, hier mehr Kontrolle über Design und Fertigung zu haben, und damit auch über die Lieferketten der einzelnen Bestandteile.

Wann genau das neue Fairphone-Modell auf den Markt kommen soll, hat das Unternehmen noch nicht definitiv angekündigt, im Herbst soll es aber voraussichtlich so weit sein. Die Serien des ersten Fairphone-Modells sind ausverkauft. Insgesamt wurden knapp 60'000 Geräte produziert. Für die Macher ein Erfolg, ist das Volumen im Vergleich zu den grösseren Handyherstellern allerdings nach wie vor sehr gering. Allein im letzten Quartal 2014 verkaufte Apple rund 75 Millionen iPhones.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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