Das Smartphone-ABC

Samsung holt mit einem neuen Smartphone zum Schlag gegen den US-Rivalen Apple aus. Multimedia-Handys werden bei Konsumenten immer beliebter, gleichzeitig ist das Angebot kaum noch zu überblicken.

Die Qual der Wahl: Seit der Lancierung des ersten iPhones im Jahr 2007 ist die Bandbreite an Multimedia-Handys rasant gestiegen.

Die Qual der Wahl: Seit der Lancierung des ersten iPhones im Jahr 2007 ist die Bandbreite an Multimedia-Handys rasant gestiegen.

(Bild: Reuters Jason Reed)

Beim Kauf eines Smartphones muss es für Konsumenten zwar nicht immer das leistungsstärkste Gerät sein. Dennoch hilft der Blick auf technische Eckdaten, um die richtige Wahl zu treffen. Wir erklären die wichtigsten technischen Termini und beschreiben, welches Grundrepertoire ein solches Gerät haben muss.

Betriebssystem

Das Betriebssystem ist bei Smartphones wie bei Computern die Basissoftware, mit der die Geräte gesteuert werden. Deswegen ist die Entscheidung von grosser Bedeutung, weil Nutzer Tag für Tag damit zu tun haben. Mit der Wahl des Betriebssystems fällt auch eine Vorentscheidung für ein Gerät oder eine Gerätegruppe.

Besonders weit verbreitet ist das Google-System Android, mit dem die Geräte einer Vielzahl von Herstellern betrieben werden. Auf dem iPhone von Apple läuft nur das hauseigene iOS. Nokia hat Smartphones mit dem eigenen System Symbian, bietet aber auch Geräte mit Windows-Software von Microsoft an. Daneben gibt es weitere weniger verbreitete Systeme wie bei den Blackberry-Geschäftshandys.

Grundfunktionen

Wie andere Handys auch haben Smartphones ein Grundrepertoire an Funktionen. Zum Standard gehören Telefonie, SMS, in der Regel auch eine Fotokamera, eine Musikabspiel-Funktion, Internet-Software und andere.

Prozessor

Der Prozessor ist das Herz des Smartphones - er erledigt die Datenverarbeitung. Leistungsstarke Smartphones haben derzeit Prozessoren mit vier Rechenkernen. Weniger anspruchsvolle Nutzer kommen mit weniger aus.

Arbeitsspeicher

Wer viele Programme gleichzeitig ausführen will, braucht einen grossen Arbeitsspeicher. In den Arbeitsspeicher werden Programme und Daten geladen, die gerade ausgeführt werden. Leistungstarke Smartphones haben derzeit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Hauptspeicher

Das ist der Platz, wo auf Smartphones Programme und andere Daten wie Musik hinterlegt werden. Es gibt Geräte mit fest begrenztem und durch Steckkarten erweiterbarem Speicher. Die Erweiterungsmöglichkeit gibt mehr Freiheit.

Display

Grosse Smartphone-Bildschirme liegen im Trend mit Abmessungen von vier Zoll oder mehr. Wer gerne unterwegs Videos oder Fotos ansieht, sollte auf ein hochauflösendes Display achten.

Kamera

Mit Smartphones können in der Regel Fotos und Videos gemacht werden. Konsumenten, die wert auf hohe Qualität legen, können auf die Zahl der Bildpunkte achten, welche die Auflösung widerspiegelt. Leistungsstarke Smartphones haben heute acht Megapixel. Auch ein Blitz kann wichtig sein.

Akkulaufzeit

Die Batterieleistung ist noch der Schwachpunkt der meisten Smartphones. In der Regel müssen Geräte bei normaler Nutzung mit Multimediafunktionen täglich an die Steckdose. Durch Abschalten von Funktionen kann teils Strom gespart werden. Auf jeden Fall aber können Käufer beim Kauf auf leistungsstarke Akkus achten.

Mobilfunkstandards

Mit dem sogenannten LTE-Standard ist mittlerweile auch ultraschnelles Surfen unterwegs möglich, was für besonders flüssige Videoübertragungen reizvoll sein kann. Allerdings sind die nötigen Tarife in der gehobeneren Preiskategorie angesiedelt - und nicht jeder Verbraucher benötigt LTE (4G). Üblich in Smartphones ist heute der Standard UMTS (3G) und seine Weiterung HSDPA, die auch schon sehr schnelles Surfen unterwegs ermöglicht.

Kaufpreis

Die Preisspanne bei Smartphones geht heute von um die 100 bis zu etwa 900 Franken. Auch bei Multimedia-Handys gilt prinzipiell die Faustregel: Je höher Leistung und Verarbeitung, desto höher der Preis. Allerdings gibt es schon ab etwa 300 Franken Geräte, die technisch im Führungsfeld liegen. Dafür müssen Konsumenten dann vielleicht Abstriche beim Design machen.

Apps

Für Smartphones stehen hunderttausende von Mini-Programmen zur Verfügung, mit denen der Funktionsumfang der Geräte erweitert werden kann. Besonders viele Apps gibt es für Android-Handys und iPhones.

rek/afp

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