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Yahoo präsentiert neue Version von Flickr

Marissa Mayer will das Internet-Urgestein neu beleben. Nun hat die Yahoo-Chefin erste Massnahmen angekündigt: Der Fotodienst Flickr soll aufgefrischt werden, und die Mitarbeiter in New York ziehen um.

Aufwärts: Yahoo will jüngere Nutzer für sich gewinnen. (20. Mai 2013)
Aufwärts: Yahoo will jüngere Nutzer für sich gewinnen. (20. Mai 2013)
Antonio Bronic, Reuters

Nur wenige Stunden nach der milliardenschweren Übernahme der aufstrebenden Blogging-Plattform Tumblr hat der US-Internetkonzern Yahoo eine überarbeitete Version seines Fotodienstes Flickr präsentiert. Das neue Layout solle Flickr «wieder grossartig» machen, erklärte Yahoo-Chefin Marissa Mayer.

Dafür hat Yahoo die Seite umfassend entrümpelt: Sie enthält nun deutlich weniger Text als vorher, dafür werden die Fotos nun grösser dargestellt. Das Erlebnis für die Nutzer sei «eindringlicher, ausdrucksstarker», sagte Mayer.

Im Kampf um die Gunst junger Internetnutzer hatte Yahoo nur kurz vorher angekündigt, Tumblr für 1,1 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die 2007 gegründete Plattform wird jeden Monat von etwa 300 Millionen Menschen genutzt, die auf diesem Weg Texte, Fotos, Videos und Links zu anderen Inhalten im Netz teilen.

Ein neues Zuhause

Auf Tumblr finden sich fast 108 Millionen Blogs und über 50 Milliarden Einträge. Einer Umfrage zufolge ist Tumblr bei Teenagern und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren populärer als das soziale Netzwerk Facebook.

Zudem kündigte der Konzern einen Umzug an. Die Mitarbeiter in New York City bekommen ein neues Zuhause. Sie ziehen in das alte Gebäude der «New York Times» an der 43. Strasse nahe dem Times Square.

«Wir haben den Mietvertrag gerade unterschrieben», sagte Mayer bei einem Besuch in der Millionenmetropole. Das Hauptquartier von Yahoo liegt im Silicon Valley in Kalifornien.

Das Urgestein neu beleben

Bislang arbeiten die 500 New Yorker Beschäftigten in Büros über die Stadt verstreut. Das neue Gebäude könnte nach Mayers Worten auch noch 200 weitere Leute aufnehmen – Platz, der vielleicht bald gebraucht wird.

Yahoo war 1994 gegründet worden und ist ein früher Star des Internets, dem die Konkurrenz des Branchenriesen Google aber immer mehr zu schaffen machte. Im Jahr 2008 wehrte der Konzern eine Übernahme durch Microsoft ab, 2009 schloss das Unternehmen aber ein Suchmaschinenbündnis mit dem Softwarekonzern. Derzeit hat das Unternehmen 11'500 Mitarbeiter.

sda/afp/rek

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