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Weltgrösster Handyhersteller auf Chefsuche

Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» möchte der Verwaltungsrat des finnischen Handyunternehmens Nokia Olli-Pekka Kallasvuo ersetzen.

Das Hauptquartier von Nokia im finnischen Espoo. Nokia hinkt laut Marktbeobachtern immer ein Jahr hinter anderen Herstellern hinterher, der Konzern verschläft die Trends. «Wenn Sie heute durch die Zentrale in Espoo laufen, sehen sie viele frustrierte Gesichter», wird ein Insider im «Handelsblatt» zitiert.
Das Hauptquartier von Nokia im finnischen Espoo. Nokia hinkt laut Marktbeobachtern immer ein Jahr hinter anderen Herstellern hinterher, der Konzern verschläft die Trends. «Wenn Sie heute durch die Zentrale in Espoo laufen, sehen sie viele frustrierte Gesichter», wird ein Insider im «Handelsblatt» zitiert.
Keystone
Die Nutzer wollen Touchscreens (im Bild ein Gerät des taiwanesischen Herstellers HTC). Mit dem 5228 hat der finnische Handyhersteller Nokia zwar eben ein neues Handy mit berührungsempfindlichem Bildschirm gezeigt, aber grundsätzlich tun sich die Finnen mit diesem Konzept schwer. Nicht wenige Beobachter sind der Ansicht, dass Nokia gegenüber Konzernen wie Apple (iPhone) und RIM (Blackberry) grundsätzlich technologisch unterlegen ist.
Die Nutzer wollen Touchscreens (im Bild ein Gerät des taiwanesischen Herstellers HTC). Mit dem 5228 hat der finnische Handyhersteller Nokia zwar eben ein neues Handy mit berührungsempfindlichem Bildschirm gezeigt, aber grundsätzlich tun sich die Finnen mit diesem Konzept schwer. Nicht wenige Beobachter sind der Ansicht, dass Nokia gegenüber Konzernen wie Apple (iPhone) und RIM (Blackberry) grundsätzlich technologisch unterlegen ist.
Reuters
Kallasvuo ist seit 2006 Nokia-Chef. Der noch immer grösste Handy-Hersteller der Welt hat in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren, weil das Unternehmen den Trend zu Multimedia-Telefonen wie dem iPhone von Apple zu spät erkannt hat.
Kallasvuo ist seit 2006 Nokia-Chef. Der noch immer grösste Handy-Hersteller der Welt hat in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren, weil das Unternehmen den Trend zu Multimedia-Telefonen wie dem iPhone von Apple zu spät erkannt hat.
Reuters
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Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat sich einem Pressebericht zufolge auf die Suche nach einem neuen Chef gemacht. Der Nokia-Verwaltungsrat lasse nach einem Nachfolger für Olli-Pekka Kallasvuo suchen, berichtete das «Wall Street Journal» am Montagabend auf seiner Website. Die Zeitung zitierte eine ungenannte Quelle, wonach der Verwaltungsrat bis Ende des Monats eine Entscheidung treffen soll. Eine Nokia-Sprecherin in den USA wollte laut dem Bericht die «Spekulationen» nicht kommentieren.

Smartphone-Trend verschlafen

Kallasvuo ist seit 2006 Nokia-Chef. Der noch immer grösste Handy-Hersteller der Welt hat in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren, weil das Unternehmen den Trend zu Multimedia-Telefonen wie dem iPhone von Apple zu spät erkannt hat. Im Frühjahr hatte Nokia eine grosse Umstrukturierung angekündigt und eine eigene Abteilung für die sogenannten Smartphones gegründet. Der bisherige Leiter der der Handy-Sparte musste damals gehen.

Ein Amerikaner als Nachfolger?

Der Nokia-Verwaltungsrat hatte Kallasvuo aber noch im Mai das Vertrauen ausgesprochen, wobei der Präsident des Gremiums, Jorma Ollila, die Ergebnisse des vergangenen Jahres jedoch als «unzufriedenstellend» bezeichnete. Laut «Wall Street Journal »hat sich Ollila bereits mit dem Chef eines grossen amerikanischen Technologieunternehmens getroffen. Dieser habe den Posten aber abgelehnt, weil er nicht nach Finnland umziehen wollte, hiess es in dem Bericht. Ein anderer amerikanischer Kandidat sei nach Finnland zu Gesprächen gereist.

AFP/rek

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