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Prozess gegen Internet-Tauschbörse wird wieder aufgerollt

Vor einem Gericht in Stockholm versuchen seit Dienstag vier Verantwortliche von The Pirate Bay eine Haftstrafe abzuwenden.

The Pirate Bay ist eine der grössten Internet-Tauschbörsen weltweit. Im Bild: Die Mitgründer Fredrik Neij (zweiter von rechts) und Peter Sunde (zweiter von links).
The Pirate Bay ist eine der grössten Internet-Tauschbörsen weltweit. Im Bild: Die Mitgründer Fredrik Neij (zweiter von rechts) und Peter Sunde (zweiter von links).
Keystone

Die vier Verantwortlichen waren im Frühjahr vergangenen Jahres in einem international beachteten Prozess zu einer jeweils einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Urteil galt als Etappensieg für die Musik-, Film- und Videospiele-Industrie im Kampf gegen das illegale Herunterladen von Inhalten aus dem Internet.

Die Richter hatten die Verantwortlichen damals auch zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt. Das Urteil wurde von den Angeklagten angefochten, und die Tauschbörse blieb in Betrieb. Am ersten Tag des Berufungsprozesses erschienen in der schwedischen Hauptstadt nur zwei Mitglieder des Quartetts.

23 Millionen Nutzer

The Pirate Bay ist eine der grössten Internet-Tauschbörsen weltweit und hat nach eigenen Angaben 23 Millionen Nutzer. Über deren Seiten können Nutzer Musik- und Filmdateien sowie Computerspiele zum Herunterladen finden, die andere Nutzer zur Verfügung stellen.

The Pirate Bay speichert die Dateien nicht selbst, sondern verweist nur auf die Computer anderer Nutzer. Die Tauschbörse nimmt dabei die Funktion einer Internet-Suchmaschine ein, die das Finden der Dateien ermöglichen soll.

SDA/rek

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