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Openleaks statt Wikileaks: Assange bekommt Konkurrenz

Nach Streitigkeiten mit Julian Assange lancieren zwei seiner früheren Mitstreiter eine alternative Enthüllungsplattform: Openleaks.

«Worauf wir abzielen, ist so fundamental anders, dass wir uns nicht als Wettbewerber sehen»: Ehemaliger Wikileaks-Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg.
«Worauf wir abzielen, ist so fundamental anders, dass wir uns nicht als Wettbewerber sehen»: Ehemaliger Wikileaks-Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg.

Mehrere ehemalige Wikileaks-Mitarbeiter bringen in dieser Woche laut Medienberichten eine eigene Enthüllungs-Plattform an den Start. Openleaks unterscheidet sich allerdings konzeptionell deutlich vom Vorbild.

Die Macher wollen die Dokumente nicht selber veröffentlichen, sondern einen toten Briefkasten einrichten. Andere Medien und Organisationen sollen ihn nutzen können, um anonyme Hinweise auf Missstände entgegenzunehmen, sagte Sprecher Herberg Snorrason der «Süddeutschen Zeitung» vom Montag.

Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften sollen mitwirken

Als mögliche Kooperationspartner nannte er neben Zeitungen auch Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften oder Regierungen. Sie sollen monatlich zwischen 200 und 500 Euro zahlen – je nach Grösse und Finanzkraft. Darüber hinaus setzt Openleaks auf Spenden. Den Finanzbedarf bezifferte Snorrason auf «mehr als 100'000 Euro im ersten Jahr».

Die Köpfe von Openleaks haben bereits Erfahrungen mit dem Betrieb einer Whistleblowing-Plattform gesammelt: Daniel Domscheit-Berg und Herbert Snorrason arbeiteten für Wikileaks, stiegen aber nach Streitigkeiten mit dessen Gründer Julian Assange aus.

Sie sehen sich aber nicht in Konkurrenz zu dem Australier: «Worauf wir abzielen, ist so fundamental anders, dass wir uns nicht als Wettbewerber sehen», sagte er dem US-Magazin «Forbes». Assange selbst bezeichnete es als hilfreich, dass mehr Leute in diesem «Geschäft» tätig seien.

SDA/miw/rek

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