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Nie weiter als 33 Meter bis zum nächsten Kitkat

Bei Google gehen täglich 3000 Bewerbungen ein. In Zürich hat der Internetkonzern das grösste Forschungszentrum ausserhalb der USA aufgebaut - und es wird kräftig weiterinvestiert. Ein Augenschein.

Google Schweiz öffnete am Mittwoch die Türen für die Medien. Die nächsten Bilder stammen aus neuen Räumen an der Zürcher Brandschenkestrasse, die erst seit Dezember genutzt werden.
Google Schweiz öffnete am Mittwoch die Türen für die Medien. Die nächsten Bilder stammen aus neuen Räumen an der Zürcher Brandschenkestrasse, die erst seit Dezember genutzt werden.
Reto Knobel
Ein Google-Ingenieur bei der Arbeit.
Ein Google-Ingenieur bei der Arbeit.
Google.com
Der Google-Spielplatz an der Brandschenkestrasse 110 in Zürich.
Der Google-Spielplatz an der Brandschenkestrasse 110 in Zürich.
Google.com
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Google wächst und wächst. Auch nach dem jüngsten Ausbau ist der bisherige Sitz in Zürich bald zu klein. Deshalb hat die Suchmaschinenbetreiberin auf dem selben Areal ein weiteres Gebäude für 300 Mitarbeiter gemietet, wie Google am Mittwoch bekannt gab.

Denn heuer will der Konzern so viele Stellen schaffen wie noch nie in seiner Geschichte. 2010 soll übertroffen werden, als Google konzernweit über 4500 neue Mitarbeiter eingestellt hatte. Alleine in der Region Europa, Naher Osten und Afrika sollen im laufenden Jahr 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Davon kommen viele nach Zürich, sagte Nelson Mattos, der Europa- Verantwortliche für Produkte und technische Entwicklung, vor den Medien in Zürich. Die genaue Anzahl Stellen, die in der Schweiz geschaffen würden, stehe allerdings noch nicht fest. «Sicher ist, dass der Standort Zürich stark wachsen wird.»

Starke Expansion

Der US-Konzern hatte im Jahre 2004 in der Limmatstadt mit zwei Mitarbeitern die erste Niederlassung ausserhalb der USA gegründet. Im März 2008 wechselte Google ins Hürlimann-Areal. Dort verdoppelte sich in den vergangenen drei Jahren die Präsenz von rund 300 auf heute über 700 Mitarbeiter.

«Damit ist Zürich der grösste Entwicklungsstandort ausserhalb der USA», erklärte Mattos. Die Schweiz spiele für die Forschung und Produktinnovation eine zentrale Rolle bei Google.

Für Zürich und die Schweiz als Standort sprächen nebst Gründen wie die Lage im Herzen Europas auch der hohe Lebensstandard und die hervorragende Infrastruktur, erklärte Mattos. Weitere Vorteile seien der hohe Bildungsstand und die Nähe zur ETH Zürich und EPFL Lausanne.

Auch das Problem mit den mangelnden Arbeitsbewilligungen für Mitarbeiter ausserhalb der EU habe die Schweizer Regierung im vergangenen Jahr gelöst. «Heute haben wir keine Schwierigkeiten mehr», sagte Mattos. Zürich sei der Google-Standort mit den meisten Nationalitäten. Insgesamt arbeiteten Menschen aus über 60 Ländern für den Internetkonzern.

Gegen Porno

In Zürich entwickelten IT-Spezialisten lokal verankerte Lösungen für die ganze Welt. So werde hier unter anderem an der Verbesserung der Suchinfrastruktur, an Google Shopping und an der Qualität der Textanzeigen gearbeitet. Zürich sei dafür verantwortlich, dass die Suchergebnisse «sauber» blieben. Man wolle erkennen, ob es bei einer Suche um pornographische oder medizinische Inhalte gehe, sagte Mattos.

Zudem würden in Zürich verschiedene Elemente von Google Maps und Youtube entwickelt. Man erkenne, ob ein hochgeladenes Video Urheberrechte verletze, sagte Mattos. Das sei eine grosse Herausforderung. Denn jede Minute werden 35 Stunden Videos auf Youtube hochgeladen.

SDA/rek

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