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Mysteriöse Hackerangriffe auf US-Banken

Etliche amerikanische Finanzinstitute hatten in der vergangenen Woche mit heftigen Angriffen auf ihre Websites zu kämpfen. Wer dahinter steckt, ist unklar.

Nur ein Ablenkungsmanöver? US-Spezialist an der New Yorker Börse.
Nur ein Ablenkungsmanöver? US-Spezialist an der New Yorker Börse.
Keystone

Etliche US-Banken hatten in der vergangenen Woche mit heftigen Angriffen auf ihre Websites zu kämpfen. Es handelte sich dabei vermutlich um sogenannte Denial-of-Service-Attacken, bei denen eine Internetadresse mit Anfragen überschwemmt wird, um sie lahmzulegen.

Unklar war aber, wer hinter diesen Angriffen steckte. Im Internet verbreitete Bekennerschreiben, nach denen Islamisten aus Protest gegen einen Anti-Islam-Film die US-Banken attackierten, stiessen bei Sicherheitsexperten auf Skepsis.

Zweifel an Aktivität von islamistischen Netzaktivisten

Das sei möglicherweise nur ein Ablenkungsmanöver, sagte Mike Smith von der Netzwerk- und Sicherheitsfirma Akamai, die einige der Angriffe analysierte. Das Profil und die Intensität der Angriffe lasse es unwahrscheinlich erscheinen, dass es sich um eine politisch motivierte Aktion von islamistischen Netzaktivisten handele, erklärte Smith.

Die Angriffe seien viel zu homogen gewesen. Ihre Intensität liess am Wochenende nach, wie mehrere Banken-Sprecher erklärten. Angriffe gab es offenbar unter anderem auf die Bank of America, JPMorgan Chase und die Citigroup.

«Eine handvoll Gruppen»

Offen bleibt die Frage nach den Urhebern. US-Senator Joe Lieberman erklärte, ohne allerdings Beweise zu liefern, er vermute den Iran hinter den Attacken. Es handele sich um eine Vergeltung für die verschärften Sanktionen der USA und ihrer Verbündeten gegen das Land wegen seines Atomprogramms. Das wollte Internetexperte Smith nicht bestätigen. Er erklärte aber, es gebe nur «eine handvoll Gruppen», die über die technischen Möglichkeiten für solche Attacken verfügten.

dapd/rek

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