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Kein Happy End für «Dr. Kimble»

Er nannte sich «Ruler of the Kimpire», war in den 90er Jahren der Star der New Economy und feierte Champagnerparties mit der Münchner Schickeria. Nun droht dem «Überhacker» eine Haftstrafe von 20 Jahren.

Die US-Behörden haben die Website des Internetdienstes Megaupload geschlossen, die Verantwortlichen wurden verhaftet: Bram van der Kolk, Finn Batato, Mathias Ortmann und Kim Schmitz (von links).Der Deutsche Finn Batato und der Niederländer Bram van der Kolk wurden inzwischen gegen Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen.Im Fall des deutsch-finnischen Gründers der Internetplattform, Kim Schmitz, hatte das Gericht hingegen am Mittwoch eine Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Der Richter hatte den Entscheid mit der hohen Fluchtgefahr begründet.
Die US-Behörden haben die Website des Internetdienstes Megaupload geschlossen, die Verantwortlichen wurden verhaftet: Bram van der Kolk, Finn Batato, Mathias Ortmann und Kim Schmitz (von links).Der Deutsche Finn Batato und der Niederländer Bram van der Kolk wurden inzwischen gegen Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen.Im Fall des deutsch-finnischen Gründers der Internetplattform, Kim Schmitz, hatte das Gericht hingegen am Mittwoch eine Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Der Richter hatte den Entscheid mit der hohen Fluchtgefahr begründet.
Keystone
Die US-Behörden machten den von ihm gegründeten Online-Speicherdienst Megaupload.com wegen Internetpiraterie dicht, Schmitz selbst wurde in Neuseeland festgenommen. Als die Polizei auf seinem Luxusanwesen namens Villa Dotcom (Bild) in der Nähe Aucklands auftauchte, versuchte der einstige Hacker, der sich auch Kim Dotcom und Kim Tim Jim Vestor nennt, in einen speziell gesicherten Raum zu flüchten.Schmitz habe zunächst «eine Reihe elektronischer Schliesssysteme betätigt», berichtete der leitende Polizeibeamte Grant Wormald nach der Razzia. Als die Polizei diese «neutralisierte», versuchte er sich in dem Raum zu «verbarrikadieren».
Die US-Behörden machten den von ihm gegründeten Online-Speicherdienst Megaupload.com wegen Internetpiraterie dicht, Schmitz selbst wurde in Neuseeland festgenommen. Als die Polizei auf seinem Luxusanwesen namens Villa Dotcom (Bild) in der Nähe Aucklands auftauchte, versuchte der einstige Hacker, der sich auch Kim Dotcom und Kim Tim Jim Vestor nennt, in einen speziell gesicherten Raum zu flüchten.Schmitz habe zunächst «eine Reihe elektronischer Schliesssysteme betätigt», berichtete der leitende Polizeibeamte Grant Wormald nach der Razzia. Als die Polizei diese «neutralisierte», versuchte er sich in dem Raum zu «verbarrikadieren».
Keystone
Verurteilt wurde er zu 20 Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 100'000 Euro.
Verurteilt wurde er zu 20 Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 100'000 Euro.
Keystone
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Das neue Leben dauerte nicht mal ein Jahr: Am 21. Januar 2002 liess sich Kim Schmitz virtuell beerdigen, um seine Vergangenheit für immer hinter sich lassen zu können. «Kim Kimble The First - Ruler of the Kimpire» sollte man ihn fortan nennen, frei nach einem TV-Helden der 60er Jahre. Ein paar Monate später wurde der Mann, der bereits als 24-Jähriger zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden war, vom Amtsgericht München des Insiderhandels schuldig befunden. Was war passiert?

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