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Hacking für Peking

Für die Angriffe auf Google sind laut von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichten US-Unterlagen hohe Regierungskreise in China verantwortlich.

rek/jak
Sorge um Google: Der Internetkonzern hat im Frühjahr seine Aktivitäten nach Hongkong verlegt.
Sorge um Google: Der Internetkonzern hat im Frühjahr seine Aktivitäten nach Hongkong verlegt.
Keystone

Gewährsleute hätten amerikanischen Diplomaten berichtet, der Cyberangriff sei vom ständigen Ausschuss des Pekinger Politbüros angeordnet worden, heisst es in einer der Depeschen. Das Dokument wurden von Wikileaks den Zeitungen «The New York Times» und «The Guardian» zur Verfügung gestellt.

Aus einer weiteren Depesche von Mai vergangenen Jahres geht demnach hervor, dass ein Mitglied des Politbüros Massnahmen gegen Google gefordert hat, nachdem es seinen eigenen Namen gegoogelt und kritische Texte über sich gefunden hatte. Laut «New York Times» handelt es sich bei dem Mann um Propagandachef Li Changchun.

Nach Hongkong verlegt

Ob Präsident Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao von dem Hacking wussten, bevor Google damit im Januar an die Öffentlichkeit ging, ist der Diplomaten-Depesche zufolge unklar. Google hat im Frühjahr seine Internet-Suche von Peking nach Hongkong verlegt und die Filterung der Suchergebnisse entsprechend den chinesischen Zensurbestimmungen eingestellt.

(dapd)

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