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Googles Baustellen in Europa

Die Suchmaschine liegt immer mehr im Abwehrkampf gegen Medien und Politik. In Europa gibt es vor allem drei Konfliktherde.

Soll Verlinken etwas kosten dürfen? Suchmaske auf der Google-Website.
Soll Verlinken etwas kosten dürfen? Suchmaske auf der Google-Website.
Francois Lenoir, Reuters
Es wäre nicht das erste Mal dieses Jahr, dass ein Entscheid aus Spanien Konsequenzen für Google haben könnte: Vor dem höchsten EU-Gericht hatte dieses Jahr Mario Costeja González das «Recht auf Vergessen» im Internet erstritten.
Es wäre nicht das erste Mal dieses Jahr, dass ein Entscheid aus Spanien Konsequenzen für Google haben könnte: Vor dem höchsten EU-Gericht hatte dieses Jahr Mario Costeja González das «Recht auf Vergessen» im Internet erstritten.
Vincent West, Reuters
Auch die EU übt immer wieder Druck auf die Suchmaschine aus, sich Regulierungen zu fügen. Kommissar Joaquín Almunia an einer Medienkonferenz in Brüssel.
Auch die EU übt immer wieder Druck auf die Suchmaschine aus, sich Regulierungen zu fügen. Kommissar Joaquín Almunia an einer Medienkonferenz in Brüssel.
Francois Lenoir, Reuters
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Mehr und mehr zeigt sich: Die Marktmacht Googles kaschiert, dass dem Unternehmen in Europa eine Lobby fehlt. Das Unternehmen verteidigt sich in mehreren Ländern gegen Gesetze, die oft unverhohlen auf das Suchmaschinenunternehmen gemünzt sind. Die Reihe neuer politischer Vorstösse reisst nicht ab. Jüngste Entwicklung ist Googles Ankündigung, spanische Medien aus seiner News-Plattform zu verbannen, nachdem diese eine Verlinkungsgebühr gefordert hatten. Google-News-Chef Richard Gingras sagte, er sei «traurig» über den Schritt. Es ist die Eskalation eines lange schwelenden Streits zwischen spanischen Verlagen und dem Konzern. Der Vorwurf der Spanier: Google profitiere von den Inhalten, die es von den verlinkten Artikeln beziehe. Das Unternehmen hält dagegen, mit den News-Verlinkungen kein Geld zu verdienen, zudem seien diese zum Vorteil der Medien.

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