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Facebook-Rivale wächst rasant

Gut einen Monat nach seinem Start verzeichnete Google+ nach Angaben der Marktforscher von Comscore per 24. Juli bereits 25 Millionen Nutzer.

Kann zufrieden sein mit dem jüngsten Projekt: Google-Chef Larry Page.
Kann zufrieden sein mit dem jüngsten Projekt: Google-Chef Larry Page.
Keystone

Nach seinem Start am 28. Juni überschritt Google+ schon am 24. Juli - also in weniger als einem Monat - die Marke von 25 Millionen Nutzern, wie die Technologie-Marktforschungsfirma Comscore am Dienstag mitteilte.

Dafür habe der Netzwerk-Pionier Myspace 22 Monate benötigt, der Kurzbotschaften-Dienst Twitter 33 Monate und das jetzt führende soziale Netzwerk Facebook 37 Monate. Die meisten Nutzer hat Google in den USA, dort sind es laut Comscore 6,4 Millionen.

Auf Platz zwei folgt Indien mit 3,6 Millionen, Deutschland belegt Rang fünf mit gut 920'000 Mitgliedern. «Google+ ist bei weitem das schnellste, aber es ist wichtig sich klarzumachen, dass das schnellste nicht immer das beste ist», sagte Comscore-Analyst Andrew Lipsman. «Manchmal kann langsames Wachstum zu einem starken Netzwerk-Effekt führen.»

Noch nicht die «kritische Masse» erreicht

Twitter, Myspace und das Karriere-Netzwerk Linkedin haben derzeit laut Comscore etwa fünfmal so viele Nutzer wie Google+, Facebook ist mit mehr als 750 Millionen Mitgliedern der unangefochtene König der sozialen Netzwerke. Google+ habe bislang hingegen noch nicht die «kritische Masse» erreicht, um sich auch langfristig durchsetzen zu können.

Entsprechend sei Facebook noch nicht «verletzlich» durch Google+, erklärte Comscore. «Ich sehe nicht, dass Google+ in den kommenden 18 Monaten bedeutende Marktanteile von Facebook übernehmen kann», erklärte der Analyst Steve Rubel von Edelman. Google+ hat sich laut Comscore zudem auch noch nicht in der breiten Bevölkerung durchgesetzt. Bislang nutzten das Netzwerk hingegen eher die Hightech-Elite sowie Internetnutzer, die etwa auch ihre E-Mail-Adresse bei GMail von Google haben.

Facebook ist komplizierter

Der Internetriese Google war auf dem Feld der sozialen Netzwerke bislang eher erfolglos und unternimmt mit Google+ nun einen neuen Anlauf, um das weltweit dominierende Facebook anzugreifen. Kern des Netzwerkes sind sogenannte «Circles» (Kreise), in denen Nutzer ihre Onlinefreunde sortieren können. Darin sehen viele Beobachter den grossen Vorteil von Google+: Die Nutzer können so genau festlegen, welche Informationen für welche ihrer Freunde zugänglich sind. Beim Konkurrenten Facebook ist es sehr viel komplizierter, etwa Statusmeldungen oder Fotos für einzelne Onlinefreunde wie entfernte Bekannte oder Vorgesetzte unsichtbar zu machen.

Jetzt auch Konkurrent von Groupon

In der Zwischenzeit wurde ausserdem bekannt, dass Google das Schnäppchenportal Dealmap übernommen hat. Der Suchmaschinenbetreiber ist erst in diesem Jahr mit seinem eigenen Dienst Google Offers in das Geschäft mit täglichen Gruppen-Rabatten im Internet eingestiegen.

Damit trat Google Offers in Konkurrenz zu den Marktführern Groupon und Living Sovial. Details zum Kauf von Dealmap wurden am Dienstag nicht bekannt gegeben. Das Startup aus Kalifornien hat nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Nutzer.

(sda/afp)

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