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«Davon versteht er nichts»

Die katholische Kirche hat weltweit 1,2 Milliarden Mitglieder – allerdings sind soziale Medien bisher nicht die Welt des neuen Kirchenoberhaupts.

Vier Tage nach seiner Wahl hat Papst Franziskus am Sonntag seine erste Botschaft auf Twitter verbreitet: «Liebe Freunde, ich danke euch von Herzen und bitte euch, weiterhin für mich zu beten. Papst Franziskus.»

Allerdings sind soziale Medien bisher nicht die Welt des neuen Kirchenoberhaupts, das beim Abfassen von Texten immer noch eine Schreibmaschine benutzt. Neben dem gedruckten Wort ist ihm das Radio das liebste Medium, zumindest bei der Übertragung von Fussballspielen seines Lieblingsvereins San Lorenzo.

Online zu Gott beten

Als Kardinal hatte Jorge Mario Bergoglio ein Facebook-Profil, kümmerte sich aber nicht selbst darum. «Davon versteht der Kardinal nichts, aber ich habe es ihm erklärt», sagt der ehemalige Sprecher Bergoglios, Guillermo Marco. «Er schaute auf den Computerbildschirm, sah sich die Seite an und hat uns dann erlaubt, online zu Gott zu beten.»

Dabei würde gerade Twitter mit seinen kurzen Mitteilungen von maximal 140 Zeichen gut zum Kommunikationsstil des neuen Papstes passen. «Er ist ein Mann, der gern zuhört», erklärt Marco. «Schon vom Kardinal wollten viele eine Audienz. Dann haben sie 45 Minuten am Stück geredet und er ist still geblieben. Dann hat er drei Sätze gesagt. Modern gesprochen könnte man sagen, dass er sehr twitteresk ist.»

SDA/rek

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