Wo sind eigentlich die Tiere?

Google Street View gibt es nun auch für die Pfade des Basler Zolli. Bei den Aufnahmen kämpfte Google mit schlechten Lichtverhältnissen, kamerascheuen Tieren und einer grossen Baustelle.

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Alexander Müller@mueller_alex

Die Google-Kameras waren im letzten Jahr auf den Pfaden im Basler Zolli im Einsatz. Seit gestern sind die Bilder auf Google Street View zu sehen und ermöglichen einen virtuellen Rundgang durch den Zolli. Damit ist der Zoo Basel einer von insgesamt sieben Schweizer Sehenswürdigkeiten, die via Google Street View bisher erlebbar gemacht wurden. Google versteht sich dabei auch als Tourismus-Förderer: Global plant laut Google schon heute eine Millionengemeinde mithilfe von Street View Ausflüge und Reisen. Ein Viertel der Zugriffe auf das Schweizer Street View kämen zudem aus dem Ausland.

Eine gute Sache für den Basler Zolli also. Das findet auch Zolli-Direktor Oliver Pagan: «Dank Street View können nun Menschen aus der Schweiz und der ganzen Welt einen Vorgeschmack auf die wunderschöne Gartenanlage des Zoo Basel erhalten. Wir hoffen, dass dies möglichst viele Besucherinnen und Besucher dazu motiviert unsere Tiere auch live zu erleben», lässt Pagan via Google-Pressestelle ausrichten.

Tiere schwer zu finden

Doch kann sich der Basler Zolli über diesen virtuellen Rundgang wirklich freuen? Die Bilder sind nämlich alles andere als einladend: Da das Google-Velo ausserhalb der Öffnungszeiten seine Runden durch den Zoo drehte, um freie Bahn zu haben, sind die Bilder menschenleer. Hinzu kommt, dass Google nicht den schönsten Tag erwischt hat. So wirkt der virtuelle Rundgang auf Google Street View etwas trist. Sehr kameraschau waren auch die Bewohner des Zollis: Man muss schon gut suchen, um ein paar Tiere zu entdecken.

Unglücklich ist zudem, dass Google erst während der Aufnahmen merkte, dass ein Teil des Zolli-Areals wegen des Umbaus des Affenhauses nicht zugänglich ist. So fehlt rund ein Drittel des Zolli-Areals auf Googles Karten. Auch den Weg zum Haupteingang hat der velofahrende Kameramann vor lauter Baustelle offenbar nicht mehr gefunden. Ob der fehlende Teil zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal abgefahren wird, ist laut Google derzeit noch ungewiss. Dem Zoo wäre es zu gönnen, wenn Google im nächsten Jahr die Street-View-Aufnahmen mit den Pfaden rund um das neue Affenhaus ergänzt. Dann aber hoffentlich bei strahlend schönem Wetter.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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