China verschärft Zensur im Internet

Viele VPN-Dienste, mit denen Nutzer die Blockaden umgehen können, werden massiv gestört.

Chinesische Polizisten bewachen den Tiananmen-Platz in Peking.<p class='credit'>(Bild: Reuters)</p>

Chinesische Polizisten bewachen den Tiananmen-Platz in Peking.

(Bild: Reuters)

Sogenannte Tunneldienste (VPN), mit denen Nutzer die Zensurbemühungen der Regierung umgehen können, werden gegenwärtig mit offenbar verbesserten technischen Möglichkeiten massiv gestört.

Grosse Anbieter solcher VPN-Verbindungen wie Astrill oder Golden Frog berichteten am Montag, dass ihre Server von China aus teilweise nicht mehr erreichbar seien. Seine Übertragungsprotokolle bei dem mobilen Apple-Betriebssystem iOS seien «schwer geblockt», berichtete Astrill.

Routinemässige Zensur

Nutzer klagten, dass sie keine Tunnelverbindungen mehr mit iPhone oder iPad herstellen könnten, um gesperrte Webseiten aufzurufen. Golden Frog berichtete, viele seiner Server seien von China aus «gegenwärtig nicht mehr erreichbar». Auch andere VPN-Dienste seien betroffen.

China blockiert routinemässig soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Youtube und selbst Google-Dienste wie Suche oder G-Mail. Auch Webseiten von Menschenrechtsorganisationen oder verschiedenen ausländischen Zeitungen wie «New York Times» oder «Wall Street Journal» sind gesperrt. Viele Chinesen benutzen deswegen die kostenpflichtigen Tunneldienste, um die Blockaden zu umgehen.

Zuletzt hatte Chinas Internetzensur auch den Zugriff auf G-Mail über E-Mail-Apps im Smartphone gesperrt. Google hatte sich 2010 aus China zurückgezogen, um sich nicht weiter selbst zensieren zu müssen. Seither gehen die Behörden gegen Google-Dienste vor.

SDA

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