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Was das Auto von morgen mit uns macht

Smarte Autos, die sich selber durch den Verkehr lenken, sind eine Chance für die Stadt, findet der deutsche Philosoph Richard David Precht. Für die Autoindustrie ist die zweite Erfindung des Autos eine Herausforderung.

Das höchste aller Gefühle ist für Mercedes-Fahrer die S-Klasse. Die schnittige, zwei Tonnen schwere Luxuslimousine hat acht Airbags und zahlreiche elektronische Assistenten. Sie reagieren auf einen bevorstehenden Unfall, noch bevor der Lenker die Gefahr überhaupt realisiert.

Richard David Precht, Philosophieprofessor und Moderator der TV-Sendung «Precht» im ZDF, prophezeit das baldige Aussterben solcher Autos: «Den Verkehr, wie wir ihn heute kennen, werden wir innerhalb kurzer Zeit nicht mehr haben», referierte er kürzlich in Zürich am ETH-Wohnforum. Denn selbst fahrende Autos läuteten seiner Meinung nach das Ende des «fetischisierten Individualverkehrs» ein: Fette Statusobjekte, für die es keinen Parkplatz gibt und die überall im Stau stecken bleiben, werden überflüssig. Künftig bahnen sich kleine smarte Autos ihren Weg selbstständig durch die Stadt. Die Fahrgäste buchen sie via Smartphone zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort. Abgerechnet wird mit einer Flatrate. Am Zielort setzt der Fahrautomat sie ab und ist wieder frei für andere Aufträge. Nach dem Essen im Restaurant reicht eine SMS, und eines dieser Autos steht rechtzeitig für die Heimfahrt vor der Tür. Von dort fährt man wie in einer Kutsche stressfrei nach Hause.

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