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Supercomputer besiegt Quiz-Show-Könige

Die IBM-Maschine Watson hat bei der US-Quizshow Jeopardy seinen menschlichen Gegner keine Chance gelassen. Nur bei einem Themenkomplex zeigte er Schwächen auf.

Der grosse Unsichtbare: Watson und seine zwei Mitstreiter. (Video: Reuters)

In dem auf zwei Runden in zwei Tagen angelegten Wettstreit in der US-Quizshow Jeopardy gewann der Supercomputer von IBM ganz überlegen gegen die beiden Jeopardy- Champions Ken Jennings und Brad Rutter. Watson erhält damit das Preisgeld von einer Million Dollar, das IBM Wohltätigkeitsorganisationen spenden will. Aber auch Jennings und Rutter gehen nicht leer aus: sie bekommen 300'000 beziehungsweise 200'000 Dollar für ihren Einsatz gegen den Computer. Beide wollen jeweils eine Hälfte ihres Gewinns Wohltätigkeitsorganisationen zukommen lassen.

Auch Watson antwortete zwar ein paar Mal falsch. Letztlich drückte er aber schneller und hatte sehr oft auch die richtigen Fakten parat. Schwach war er beim Themenkomplex Europäische Union. So wusste er nicht, dass Slowenien zur EU gehört. Bei Jeopardy wird nicht einfach nur Wissen abgefragt, sondern die Teilnehmer müssen auch um die Ecke denken können. Der Quizmaster gibt Stichworte vor, aus denen die Spieler die korrekte Frage konstruieren müssen.

Perfekte Einsatzstrategie

Watson wurde entwickelt, um in natürlicher Sprache gestellte Fragen zu verstehen und zu beantworten. Die zugehörige Datenbank wurde mit Millionen von Dokumenten gefüttert, darunter Wörterbücher und die gesamte Wikipedia. IBM will das System aus Software und Supercomputer kommerziell vermarkten.

Der Computer, der nach dem Gründer des IBM-Konzerns, Thomas J. Watson, benannt wurde, überzeugte vor allem mit einer perfekten Einsatzstrategie - bei Jeopardy müssen die Spieler einen Geldbetrag auf ihre Antwort setzen. Bislang galt das als ein Szenario, bei dem ein Computer der intuitiven menschlichen Intelligenz unterlegen ist. Doch «Watson» zeigte, dass das nicht länger der Fall ist.

Der grosse Bruder von Deep Blue

Die «Jeopardy»-Partie Mensch gegen Maschine erinnerte an die Schachpartie zwischen dem Computer «Deep Blue», ebenfalls von IBM, und Garri Kasparow. Der Maschine war es 1996 gelungen, den damaligen Schachweltmeister zu schlagen. Ein Jahr später besiegte er Kasparow auch in einem ganzen Turnier.

SDA/jak

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