Einmal so richtig die Geiss rauslassen

«Goat Simulator» ist ein schräges Mobilspiel mit einer zänkischen Ziege als Superheldin.

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Matthias Schüssler@MrClicko

Ein offenes Erfolgsgeheimnis vieler Games ist, dass sie den Spieler tun lassen, was in Realität verboten, moralisch verpönt oder verwerflich wäre: In «Plague» entwickelt man eine Seuche, die die Menschheit ausrottet. In «First Strike» radiert man seine Feinde mittels Atombomben aus. Und in «Goat Simulator» – nun, da spielt man eine Ziege, die so richtig die Sau rauslässt.

Die Ziege hat zwar ein grosses Gehege mit Futtertrog und Kletterturm, doch lieber bricht sie aus, um auf der Strasse über fahrende Autos zu hüpfen, Passanten anzurempeln, in Bürogebäude einzudringen und Schreibtische umzuwerfen, und an der Tankstelle die Hörner gegen die Zapfsäulen zu rammen – dass eine grosse Explosion die Folge solchen Tuns ist, versteht sich von selbst. Immerhin – die Ziege überlebt den grossen Knall genauso, wie wenn sie im Freibad vom Sprungturm in den leeren Pool fällt, weil sie das Trampolin verfehlt hat.

Das schräge Spiel aus Schweden hat ausser Randale kein eigentliches Ziel – ausser, die kleinen goldenen Statuen aufzuspüren. Sie schalten weitere Möglichkeiten frei und erlauben es der meckernden Spielfigur, ins Superhelden-Kostüm zu schlüpfen und die «Spidergoat» zu geben. Es gibt viele kleine Gags, wie das Minigame «Flappygoat» (natürlich eine Anspielung an «Flappy Bird»), die Ufo-Entführung oder die versteckte Burg, in der die Ziege zur Königin erhoben wird.

Für Android und iOS (je 5 Franken) oder für 10 Dollar für Steam (Windows/Mac).

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