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E-Books und E-Reader: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Verlage und Buchhändler setzen auf die Elektronik. Was bald zum Massenmarkt werden soll, ist vielen Leseratten aber noch vollkommen fremd. Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps zusammengetragen.

Immer und überall verfügbar: Die Zukunft gehört elektronischen Lesegeräten (im Bild eine Hardware von Sony) und E-Books.
Immer und überall verfügbar: Die Zukunft gehört elektronischen Lesegeräten (im Bild eine Hardware von Sony) und E-Books.
AFP

1. Wie lassen sich elektronische Bücher lesen? Es gibt Geräte, die nur dazu dienen, elektronische Bücher zu lesen: E-Book-Reader. Daneben lassen sich zu diesem Zwecke auch herkömmliche Computer, Laptops und Smartphones nutzen. Als grösster Konkurrent für die E-Book-Reader gelten aber Tablet-Computer wie das iPad von Apple oder der Samsung Galaxy Tab, die seit vergangenem Jahr auf dem Markt und dabei höchst erfolgreich sind.

2. Was sind die Unterschiede zwischen den Geräten? Die meisten E-Book-Reader besitzen einen unbeleuchteten Schwarz-Weiss-Bildschirm. Im Dunklen braucht der Nutzer somit eine Leselampe, dafür sind die Texte auch in der Sonne zu erkenne. Die Augen haben fast den Eindruck, sie läsen von Papier. Tablet-PCs bieten mehr multimediale Anwendungen als die reinen Lesegeräte. Dafür aber ist im Sonnenlicht auf ihrem Bildschirm kaum etwas zu sehen. Auch die Akkulaufzeit ist deutlich kürzer: Bei E-Book-Readern beträgt sie rund zwei Wochen, Tablet-PCs geht spätestens nach rund zehn Stunden der Saft aus.

3. Wie gross ist das Angebot? Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) vertreibt rund ein Drittel aller Verlage im deutschen Sprachraum elektronische Bücher. Die Stiftung Warentest gibt an, dass rund 40'000 E-Bücher in deutscher Sprache existieren. An gedruckten Werken sind hingegen mehr als 1,2 Millionen Titel lieferbar. Neuerdings bieten Apple, Google und die Deutsche Telekom auch E-Zeitschriften und E-Zeitungen an. Bei E-Buch-Lesegeräten schränkt der Schwarz-Weiss-Bildschirm diesen Lesespass aber ein. Gerade elektronische Zeitschriftenausgaben setzen aber oft auf Farbe und Multimedialität.

4. Wie kommen die Texte aufs Endgerät? Bücher und Co. gelangen über das Internet auf die Geräte. Teilweise verfügen sie dafür über drahtlose Internetzugänge per WLAN, teils sogar über mobiles Internet über das Handynetz. Bei einigen Geräten ist ein Umweg über den Computer notwendig: Nutzer müssen dann die Inhalte aus dem Internet auf den Rechner laden und sie anschliessend >auf das Lesegerät übertragen.

5. Sind alle Inhalte auf allen Endgeräten zu lesen? Nein. Die Texte liegen in bestimmten Formaten vor. Hier haben sich mit PDF und EPUB zwei Versionen durchgesetzt, die von fast allen Geräten verstanden werden. Grössere Probleme bereitet der Kopierschutz, mit dem zahlreiche E-Books versehen sind. Apple und Amazon, die sowohl Lesegeräte als auch digitale Bücher verkaufen, verwenden jeweils einen Kopierschutz, der nur auf den Geräten aus eigener Herstellung läuft. Amazon stellt hierbei noch ein Programm zur Entschlüsselung für andere Geräte zur Verfügung.

6. Wie viel kostet das Lesen von E-Books? Zunächst einmal fallen die Kosten für das Gerät an. Die Preisspanne bei E-Book-Readern liegt etwa zwischen 150 und 500 Franken. Tablet-Computer sind meist für 700 bis 1200 Franken zu haben, können aber auch deutlich mehr. Beim Lesestoff gilt laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Deutschland bei neueren E-Büchern die Buchpreis-Bindung. Es gibt aber auch kostenlose Bücher im Netz, etwa auf der Webseite gutenberg.org.

AFP/rek

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