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Die späte Einsicht des Steve Ballmer

Erst lachte er über das iPhone. Jetzt zeigt sich der Microsoft-Chef überraschend reumütig.

Nach 13 Jahren an der Konzernspitze will er die Führung von Microsoft binnen zwölf Monaten abgeben: Steve Ballmer bei einer Rede 2006.
Nach 13 Jahren an der Konzernspitze will er die Führung von Microsoft binnen zwölf Monaten abgeben: Steve Ballmer bei einer Rede 2006.
Chitose Suzuki, Keystone
Gab heute seinen Rücktritt bekannt: Microsoft-CEO Steve Ballmer nach der Vorstellung von Windows 8 in New York. (25. Oktober 2012)
Gab heute seinen Rücktritt bekannt: Microsoft-CEO Steve Ballmer nach der Vorstellung von Windows 8 in New York. (25. Oktober 2012)
Justin Lane, Keystone
Startete bei Microsoft als Manager: Steve Ballmer.
Startete bei Microsoft als Manager: Steve Ballmer.
Reuters
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Der scheidende Microsoft-Chef Steve Ballmer grämt sich wegen des verpassten Einstiegs des US-Konzerns in den zukunftsträchtigen Markt der Smartphones. «Das ist die Sache, die ich am meisten bedaure», sagte Ballmer am Donnerstag in einer Konferenz mit Finanzmarktanalysten.

Der Blick Microsofts sei nach der Jahrtausendwende so stark auf das PC-Betriebssystem Windows gerichtet gewesen, dass es das Unternehmen nicht geschafft habe, Personal für das sich abzeichnende Geschäft um «das neue, Telefon genannte Gerät» abzustellen.

Zukunftsmarkt verpasst

Sich stärker um das Feld mobiler Geräte zu kümmern, «wäre besser gewesen für Windows und unseren Erfolg in anderen fremden Feldern», sagte Ballmer. Heute habe Microsoft «praktisch keinen Anteil» in dem milliardenschweren Zukunftsmarkt.

Microsoft tut sich noch immer schwer, im Markt für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tabletcomputer Fuss zu fassen. Im Feld der Smartphones kooperiert Microsoft mit dem finnischen Konzern Nokia, dessen Handy-Sparte der US-Konzern im kommenden Jahr übernimmt. Microsoft stattet Smartphones von Nokia mit seinem Betriebssystem Windows Phone aus.

Ballmer hatte im Jahr 2000 die Führung des Konzerns von Microsoft-Gründer Bill Gates übernommen. Ende August kündigte er an, er werde innerhalb der kommenden zwölf Monate seinen Posten räumen (Ballmer geht, die Probleme bleiben).

AFP/zei

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