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Absturz trotz Strahlefrau

Auch unter Konzernchefin Meg Whitman kommt Hewlett-Packard nicht vom Fleck. Der Technologieriese muss sich auf eine jahrelange Durststrecke einstellen und Zehntausende Stellen abbauen.

Der ehemalige HP-Chef Léo Apotheker wollte die Ausrichtung des Technologie-Urgesteins von Hardware zu Software ändern und die PC- Sparte abstossen.
Der ehemalige HP-Chef Léo Apotheker wollte die Ausrichtung des Technologie-Urgesteins von Hardware zu Software ändern und die PC- Sparte abstossen.
Keystone
Im vorbörslichen Handel verlor die HP-Aktie daraufhin elf Prozent und fiel auf 11,85 Dollar. Für das zum 31. Oktober beendete vierte Quartal des Geschäftsjahres gab HP einen Verlust von 6,85 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 30 Milliarden Dollar bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte HP noch einen Gewinn von 239 Millionen Dollar verbucht. Der auch als PC-Hersteller tätige Konzern tut sich schwer damit, angesichts des schrumpfenden PC-Markts neue Geschäftsfelder zu erschliessen.
Im vorbörslichen Handel verlor die HP-Aktie daraufhin elf Prozent und fiel auf 11,85 Dollar. Für das zum 31. Oktober beendete vierte Quartal des Geschäftsjahres gab HP einen Verlust von 6,85 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 30 Milliarden Dollar bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte HP noch einen Gewinn von 239 Millionen Dollar verbucht. Der auch als PC-Hersteller tätige Konzern tut sich schwer damit, angesichts des schrumpfenden PC-Markts neue Geschäftsfelder zu erschliessen.
Reuters
Der wohl grösste Skandal aber war die Affäre um Whitmans Haushälterin Nicky Diaz Santillan (Bild). Whitman verkündete laut ihre Absichten, illegale Immigranten aus dem Land zu werfen. Als daraufhin auskam, dass ihre eigene Haushälterin eine illegale Immigrantin ist, kündigte sie der Frau und verlangte, diese müsse abgeschoben werden.
Der wohl grösste Skandal aber war die Affäre um Whitmans Haushälterin Nicky Diaz Santillan (Bild). Whitman verkündete laut ihre Absichten, illegale Immigranten aus dem Land zu werfen. Als daraufhin auskam, dass ihre eigene Haushälterin eine illegale Immigrantin ist, kündigte sie der Frau und verlangte, diese müsse abgeschoben werden.
Reuters
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Erst zum Jahr 2016 werde das Unternehmen wieder so schnell wie die US- Wirtschaft wachsen, kündigte Konzernchefin Meg Whitman am Mittwoch (Ortszeit) an. Die Aktie brach nach der unerwartet schwachen Prognose um knapp 13 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast zehn Jahren ein. Immerhin soll bis in vier Jahren das operative Ergebnis schneller als der Umsatz zulegen und die Rendite in der Spitzengruppe in der Branche liegen.

Der Umbau dauere länger als geplant, räumte Whitman ein. Das Umfeld bleibe weiterhin sehr schwierig. Für das im November beginnende Geschäftsjahr 2013 stellte sie einen Gewinn pro Aktie von 2,10 bis 2,30 Dollar in Aussicht.

«Reparaturen und Wiederaufbau»

Wie sehr damit die Erwartungen des Marktes verfehlt werden, zeigt sich bei der um einige Positionen bereinigten Prognose: HP rechnet auf dieser Basis mit 3,40 bis 3,60 Dollar pro Aktie, Analysten erwarteten bisher im Schnitt mit 4,16 Dollar. Der Kurs sackte zum Handelsschluss ab und stabilisierte sich erst nachbörslich.

Im nächsten Jahr werde es um «Reparaturen und Wiederaufbau» gehen, kündigte Whitman an. Sie will in den kommenden zwei Jahren 29'000 Arbeitsplätze streichen.

Smartphones und Tablets machen HP zu schaffen

HP macht wie anderen klassischen Computerherstellern die Begeisterung von Konsumenten und Unternehmen für Smartphones und Tablet-Computer zu schaffen. Die Nachfrage nach Notebooks und Desktop-PCs sinkt dagegen. Auch das zweite HP-Standbein, die Drucker, ist in Zeiten digitaler Bilder und Dokumente kein so gutes Geschäft mehr wie früher.

Im vergangenen Jahr wollte sich der von SAP gekommene Konzernchef Léo Apotheker vom PC-Bereich trennen und stattdessen auf Software setzen. Ausserdem legte er das kriselnde Geschäft mit Smartphones und Tablets auf Eis. Der Kurs war umstritten, die Aktie brach ein. Apotheker musste gehen.

Schliesslich wurde die frühere Ebay-Chefin Whitman an die Spitze berufen. Doch auch sie tut sich ungemein schwer. Sie hofft jetzt unter anderem auf ein Tablet mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8, das Unternehmen ansprechen soll. Die Zahl verschiedener Modelle im Drucker-Geschäft soll um 30 Prozent gesenkt werden.

SDA/rek

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