Studie: Tonerstaub so schlimm wie Asbest

Eine deutsche Studie warnt vor dem schwarzen Pulver - möglicherweise kann Tonerstaub Krebs verursachen.

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Laut einer Studie der Universität Rostock kann Tonerstaub Krebs auslösen. Der Pathologieprofessor Ludwig Jonas hat Tonerpartikel im Tumor eines an Lungenkrebs verstorbenen Patienten entdeckt, der als Servicetechniker täglich mit dem schwarzen Pulver zu tun gehabt hatte.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, kommen Kohlenstoffteilchen als Überträger Krebs erregender Substanzen aus dem Tonerpulver in Frage. Als gefährlich gelten etwa Quecksilber, Organozinnverbindungen (etwa Tributylzinn, das schwere Leberschäden verursacht), das krebserregende Styrol und verschiedene Schwermetalle.

Aufgepasst beim Tonerwechsel

Diese Gifte können beim Tonerwechsel, bei Wartungsarbeiten und der Beseitigung von Papierstaus in die Raumluft gelangen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass geringe Mengen Tonerpartikel durch das Luftgebläse der Drucker im Raum verteilt werden. In den Körper gelangt dann der Staub durch Einatmen oder über das Essen, zum Beispiel wenn mit verschmutzten Händen gegessen wird.

Nach dem Bekanntwerden der Studie hat sich die Deutsche Krebshilfe entschlossen, bei der Ursachenforschung von Krebs die Rolle von Tonerstaub verstärkt zu untersuchen. Laut verschiedenen Medienberichten will auch das deutsche Bundesumweltministerium einen möglichen Zusammenhang zwischen Tonerstaub und Krebserkrankungen erforschen lassen.

In Deutschland formiert sich Widerstand

Experten warnen schon seit längerer Zeit zu Vorsicht beim Hantieren mit Laserdruckern. Räume mit Laserdruckern sollten immer gut belüftet sein. Wer mit Laserdruckern arbeitet, soll Hautkontakt mit Tonern vermeiden. In Deutschland gibt es sogar eine Interessengemeinschaft Tonergeschädigter (ITG). Laut ITG kann der Staub aus Tonern schwere Atemwegserkrankungen, Hautprobleme, Reizungen der Schleimhäute, Reizhusten, Augenbrennen und unspezifische Erkrankungen wie Müdigkeit und Gliederschmerzen auslösen.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.10.2008, 16:28 Uhr

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