Apple warnt: iPhone 7 nicht direkt ans Ohr halten

Das neuste iPhone strahlt wesentlich stärker als frühere Geräte. Apple rät daher, die Freisprechfunktion zu verwenden.

5 Milimeter vom Körper tragen: Ein Kunde hält sein neues iPhone 7 in den Händen. (16. September 2016)

5 Milimeter vom Körper tragen: Ein Kunde hält sein neues iPhone 7 in den Händen. (16. September 2016)

(Bild: Keystone Kiichiro Sato)

Besitzer eines iPhone 7 dürfte diese Nachricht zumindest irritieren: «Das iPhone sollte mindestens 5 Millimeter vom Körper getragen werden», schreibt Apple laut «Blick» auf seiner Website. Indirekt warnt das Unternehmen damit vor einer erhöhten Strahlenbelastung und rät, das Telefon nicht direkt ans Ohr zu halten.

Der Grund: Das neuste iPhone strahlt wesentlich stärker als ältere Modelle. Der SAR-Wert liegt beim iPhone 7 mit 1,384 deutlich höher als bei seinem Vorgängermodell, dem iPhone 6S (0,87). Und beträgt mehr als das Doppelte des ersten iPhones, das einen SAR-Wert von 0,62 hat, wie der «Blick» schreibt. Das Smartphone Galaxy S7 Edge von Apple-Konkurrent Samsung hat beispielsweise einen Wert von 0,26. Der Wert schwankt stark zwischen den Modellen.

Auswirkungen auf die Gesundheit unklar

Die spezifische Absorptionsrate misst die Absorption elektromagnetischer Feldenergie in einem Körper und damit dessen Erwärmung durch die Strahlen. Je höher der Wert, desto stärker wird das Körpergewebe durch die Strahlung erwärmt. Der SAR-Wert für Mobiltelefone wird für die maximale Sendeleistung angegeben.

Bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen bei langfristiger Belastung durch hochfrequente Strahlung von Mobiltelefonen bestehen noch Unsicherheiten, kurzfristige negative gesundheitliche Auswirkungen sind keine zu erwarten, wie das Bundesamt für Gesundheit auf seiner Website festhält.

Die geltenden Grenzwerte zum Schutz vor hochfrequenter Energie liegen bei 2,0 Watt pro Kilogramm. Um die Belastung zu vermindern, empfiehlt Apple den Nutzern, die Freisprechoption zu verwenden. Dadurch sei gewährleistet, dass die Belastung nicht über den in den Tests ermittelten Werten liege.

bee/sda

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