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Whiskey oder Fremdgehen?

Sechs Bewältigungsstrategien, um mit dem Schweizer WM-Aus umzugehen.

Was wäre passiert, wenn Blerim Dzemaili (l.) seine Chance in der ersten Hälfte im WM-Achtelfinal gegen Schweden genutzt hätte? Es ist aber nicht der Fall. Der Zürcher kann es nicht fassen, der Tessiner Valon Behrami leidet mit. (3. Juli 2018)
Was wäre passiert, wenn Blerim Dzemaili (l.) seine Chance in der ersten Hälfte im WM-Achtelfinal gegen Schweden genutzt hätte? Es ist aber nicht der Fall. Der Zürcher kann es nicht fassen, der Tessiner Valon Behrami leidet mit. (3. Juli 2018)
Christophe Simon, AFP
Die entscheidende Szene in der 66. Minute in St. Petersburg: Der sonst so solide Manuel Akanji lenkt den Schuss des Schweden Emil Forsberg ins eigene Tor ab. Die Schweiz kann nach dem 0:1 nicht mehr reagieren, die Achtelfinals bedeuten Endstation für das Team von Vladimir Petkovic.
Die entscheidende Szene in der 66. Minute in St. Petersburg: Der sonst so solide Manuel Akanji lenkt den Schuss des Schweden Emil Forsberg ins eigene Tor ab. Die Schweiz kann nach dem 0:1 nicht mehr reagieren, die Achtelfinals bedeuten Endstation für das Team von Vladimir Petkovic.
Keystone
Valon Behrami spielt gegen Brasilien und gegen Superstar Neymar eine ausgezeichnete Partie. Der Freund der Skifahrerin Lara Gut wächst über sich hinaus, in Sachen Kampf und Leidenschaft ist er ohnehin eine Leaderfigur. Auch neben dem Platz ist er eine Persönlichkeit, die für dieses Team von grossem Wert ist. (17. Juni 2018)
Valon Behrami spielt gegen Brasilien und gegen Superstar Neymar eine ausgezeichnete Partie. Der Freund der Skifahrerin Lara Gut wächst über sich hinaus, in Sachen Kampf und Leidenschaft ist er ohnehin eine Leaderfigur. Auch neben dem Platz ist er eine Persönlichkeit, die für dieses Team von grossem Wert ist. (17. Juni 2018)
Darko Vojinovic, Keystone
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Schluss, aus, vorbei. Die Schweiz ist draussen. Einmal mehr in einem Achtelfinal gescheitert. Doch dieses Mal nicht an einem übermächtigen Gegner wie Argentinien, sondern an Schweden, das gestern ebenfalls auf bescheidenem Niveau kickte. Umso grösser ist der Frust unter den Fans. Hier sind sechs Bewältigungsstrategien, wie damit umzugehen ist.

1. Fremdgehen

Einem anderen Team die Daumen drücken, ist nahe liegend. Doch wer taugt als Schweiz-Ersatz? Das kleine Belgien? Oder doch lieber die mächtigen Brasilianer, weil man da nicht so schnell enttäuscht wird? Das Nachbarland Frankreich? Unsere Umfrage spricht eine deutliche Sprache:

2. Trotzen

Die Nati ist raus? Und jetzt? Unsere Mannschaft hat immerhin den Achtelfinal erreicht! Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Euro 2020 wir kommen!

3. Resignieren

Selbstmitleid ist eine tolle Bewältigungsstrategie, wie jeder weiss, der schon einmal unglücklich verliebt war. Dieses markiert auch das Wegfallen der libidinösen Besetzung: Wir sind schwach, wir sind verloren, wir werden untergehen. Und nie mehr in eine Endrunde vordringen, geschweige denn in einen Achtelfinal. Alles ist vorbei. Es wird nie mehr wie früher sein. Waren wir überhaupt mal gut oder hatten wir nur Glück? Ach, Deutschland ist unschlagbar. Und Schweden eigentlich auch. Xhaka ist überbewertet. Und Petkovic bringts nicht. Ein neuer Trainer? Von mir aus. Es ist alles egal.

4. Die Flucht in die Realität

WM, es war schön mit dir. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Überhaupt: Es gibt doch so viele Krisenherde auf der Erde, da ist Fussballgucken eigentlich ein ignorantes, menschenverachtendes Verhalten.

5. Die Flucht ins Regionale

Wen kümmert schon die Nationalmannschaft und die WM? Die Fifa ist ein korrupter Haufen, die WM-Spieler sind überbezahlt und in den Public Viewings fachsimpeln Menschen, die keine Ahnung von Fussball haben. Da lob ich mir die Super League mit ihrem simplen, aber ehrlichen Fussball und den feinen Stadionwürsten.

6. Der Griff zur Flasche

Man muss dem Leben immer um einen Whisky voraus sein, hat Humphrey Bogart gesagt. Genau. Und der Schweizer Nati mindestens zwei.

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