Was zur Hölle macht da Paul Pogba?

Zlatan Ibrahimovic rettet Manchester United gegen Liverpool in der 84. Minute einen Punkt. Er darf sich auf den Dank von Paul Pogba freuen.

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Natürlich Zlatan Ibrahimovic. Wer denn sonst, wenn es um ein Derby geht? Der Schwede hat schon im Clasico zwischen Barcelona und Real Madrid getroffen, im Derby d'Italia zwischen Inter Mailand und Juventus Turin sowie im Derby della Madonnina zwischen Inter und der AC Milan. Er war im De Klassieker zwischen Ajax und Feyenord erfolgreich, im Le Classique zwischen Paris St-Germain und Olympique Marseille, im Skånederby zwischen Malmö und Helsingborg sowie im Manchester Derby zwischen der United und City. Jetzt also auch noch im North-West Derby zwischen der United und dem FC Liverpool.

Und einer, der dürfte Ibrahimovic ganz besonders dankbar sein für diesen Treffer in der 84. Minute zum Schlussresultat von 1:1. Paul Pogba, der im Sommer für 130 Millionen Franken von Juventus Turin nach Manchester gewechselt ist. Der Franzose nämlich zog einen ganz wirren Nachmittag ein und war der Grund, weswegen sein Team ab der 27. Minute einem 0:1 hinterher rennen musste .

Pogba hatte schon vor dem Anpfiff mit einer gewöhnungsbedürftigen neuen Haar-Färbung für Kopfschütteln gesorgt: Zwei gelbe P zierten seine Schläfengegend. Danach rannte er in der 26. Minute wie ein aufgescheuchter Hahn durch den eigenen Strafraum, auf der verzweifelten Suche nach Gegenspieler Dejan Lovren. Kaum hatte er ihn endlich entdeckt, ruderte auch noch wild mit den Armen um sich.

Während sich die Zuschauer noch fragten, was zur Hölle Pogba da veranstaltete, hatte Michael Oliver auch schon die Antwort parat. Der Schiedsrichter entschied korrekterweise auf Handspenalty für Liverpool. James Milner dankte und verwertete zur 1:0-Führung.

Für Pogba wurde das Spiel danach nicht besser. Einmal versuchte er sich in der griechisch-römischen Variante des Ringens. Einmal schickte er Liverpool mit einem überheblichen Hackentrick auf den Weg zum möglichen 2:0 – Georginio Wijnaldum verschenkte allerdings die Chance.

Und so durfte sich Pogba am Ende doch noch bei Teamkollege Ibrahimovic dafür bedanken, dass die United wenigstens einen Punkt im Old Trafford behalten konnte. Der Schwede hat in den letzten sechs Spielen sechs Tore erzielt und führt das Torschützenklassement mit 14 Toren an, gemeinsam mit Alexis Sanchez (Arsenal) und Diego Costa (Chelsea).

Im Titelrennen dagegen brachte das 1:1 beide Mannschaften nicht voran. Liverpool liegt nun sieben Punkte hinter Leader Chelsea auf Rang drei, Manchester ist sogar schon zwölf Zähler zurückgebunden. Und der ehemalige englische Nationalstürmer Gary Lineker frotzelte schon mal, ob in dieser Saison die beiden rivalisierenden Startrainer Pep Guardiola (Manchester City) und José Mourinho (United) gegeneinander um Rang fünf kämpften.

Manchester United - FC Liverpool 1:1 (0:1). - 75'000 Zuschauer. - Tore: 27. Milner (Handspenalty) 0:1. 84. Ibrahimovic 1:1. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.01.2017, 20:09 Uhr

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