Zum Hauptinhalt springen

Tot sind sie billiger

Die Aufzucht männlicher Kälber rentiert nicht. Bis zu 10'000 pro Jahr werden deshalb kurz nach der Geburt getötet. Der Branchenverband will dagegen vorgehen.

Damit Kühe Milch produzieren, müssen sie kalbern. Männliche Nachkommen sind jedoch unerwünscht. Foto: Keystone
Damit Kühe Milch produzieren, müssen sie kalbern. Männliche Nachkommen sind jedoch unerwünscht. Foto: Keystone

Die Verhandlungen haben unlängst hinter geschlossenen Türen stattgefunden. Offiziell will sich niemand zum Ergebnis äussern. Doch die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, scheinen mehrheitsfähig, wie ein Insider dem Redaktion Tamedia berichtet. Getroffen haben sich Vertreter der Fleisch- und Milchwirtschaft. Sie wollen eine Lösung für ein «ethisches Problem» finden. Ein solches orten nicht nur Tierschützer, sondern auch Proviande. Die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft hat Mitte Juni mit dramatischen Worten beschrieben, was im Schatten der Milchwirtschaft abläuft: Männliche Kälber von Milchkühen werden zunehmend zum Abfallprodukt, ihre Aufzucht rentiert sich kaum mehr.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.