Schweizer Touristin bei Messerattacke in Jordanien verletzt

Im für seine römischen Ruinen bekannten Gerasa ist es zu einem Angriff mit acht Verletzten gekommen.

Ein verletzter Tourist wird ins Spital in Amman gebracht.

Ein verletzter Tourist wird ins Spital in Amman gebracht.

(Bild: Reuters)

Bei einem Messerangriff auf Touristen in Jordanien sind acht Menschen verletzt worden. Unter den Opfern des Angriffs am Mittwoch in der antiken Römerstätte von Gerasa im Norden des Landes seien drei Mexikaner, eine Schweizerin und vier Jordanier, erklärte Gesundheitsminister Saad Dschaber. Der Angreifer wurde festgenommen. Sein Tatmotiv war unklar.

Wie aus jordanischen Sicherheitskreisen verlautete, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 22-Jährigen aus einem nahegelegenen palästinensischen Flüchtlingslager.

Nach Behördenangaben waren unter den Verletzten ein einheimischer Touristenführer und ein Sicherheitsbeamter, die sich dem Angreifer in den Weg gestellt hatten. Das Aussendepartement (EDA) in Bern bestätigte am Mittwochabend, dass bei dem Angriff eine Schweizerin verletzt worden sei.

Nicht der erste Angriff in Jordanien

Der jordanische Reiseleiter Suheir Sreikat, der den Angriff beobachtete, beschrieb den Angreifer als bärtigen und schwarz gekleideten jungen Mann, der plötzlich mit dem Messer auf die Touristen losgegangen sei. «Wir haben ihn verfolgt, bis wir ihn ergreifen und zu Boden bringen konnten», berichtete Sreikat.

Die antike Römerstätte Gerasa - arabisch Jerasch - rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Amman, ist ein beliebtes Touristenziel. Es ist nicht das erste Mal, dass Urlaubsorte in Jordanien von Angreifern ins Visier genommen wurden. Im Dezember 2016 waren bei einem Angriff in der jordanischen Touristenstadt Karak zehn Menschen getötet worden, darunter eine kanadische Touristin. Damals hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich beansprucht.

Der Tourismus gehört mit einem Anteil von rund 14 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu den Schlüsselsektoren der jordanischen Wirtschaft. Landesweit gibt es zahlreiche archäologische und historische Stätten.

red/reuters

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