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«Makabre Verunglimpfung» – Satire trifft Erdbebendorf

Amatrice zeigt «Charlie Hebdo» an. Zwei Zeichnungen passen der verwüsteten italienischen Gemeinde gar nicht.

Sorgt in Amatrice für Empörung: Karikatur in «Charlie Hebdo».

In Amatrice mag zurzeit niemand lachen, schon gar nicht über billigen und bissigen Humor aus Paris. Die mittelitalienische Gemeinde, die vom Erdbeben am 24. August besonders stark getroffen und verwüstet wurde, fühlt sich von den Satirikern von «Charlie Hebdo» verhöhnt – und zwar so sehr, dass sie nun zwei Zeichner und die Verantwortlichen der französischen Wochenzeitung wegen «makabrer Verunglimpfung» und «schwerer Verleumdung» angezeigt hat. So steht es in der Klageschrift, die im Provinztribunal von Rieti liegt. Die Justiz, so hofft man wenigstens in Amatrice, soll zum Schluss gelangen, dass man nicht über alles lachen dürfe. Oder wie es der Anwalt der Gemeinde sagt: «Satire ist ein unantastbares Recht, in Italien wie in Frankreich. Doch nicht alles kann Satire sein.»

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