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Röstis verändern die SVP

Noch hat Christoph Blocher seine Partei im Griff. Aber in ein paar Jahren wird sie eine andere sein.

MeinungPatrick Feuz

Christoph Blocher hat alles unter Kontrolle. Nichts ändert sich. So deuten viele den über­raschenden Personalwechsel an der SVP-Spitze. Tatsächlich ist alles von oben verordnet. Der Einervorschlag für die Nachfolge von Toni Brunner wirkt gar sowjetisch. Die Delegierten werden den linientreuen Berner Albert Rösti wohl ohne lange Diskussion zum neuen Parteichef küren. Roger Köppel oder ein anderer Zürcher soll als Aufpasser im Parteipräsidium mitarbeiten.

Trotzdem ist es falsch, darin nur einen Beleg für Blochers unerschütterliche Herrschaft zu sehen. Die jüngsten Personalien lassen sich auch anders lesen: als Massnahme gegen schleichenden Kontrollverlust. Als Versuch, den natur­bedingten Wandel der Partei aufzuhalten.

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