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«Regulär war das nicht»

Der Nebel in Adelboden treibt den Österreicher Marcel Hirscher zur Weissglut. Es fällt auch ein Kraftausdruck.

Mit Wut durch die Nebelsuppe: Marcel Hirscher im ersten Lauf des Slaloms von Adelboden.
Mit Wut durch die Nebelsuppe: Marcel Hirscher im ersten Lauf des Slaloms von Adelboden.
Keystone

«Es ist scheisse! Du siehst, wie der Nebel reinzieht und weisst, es geht sich nicht mehr aus. Es sind zwei verschiedene Rennen. Ich will nicht jammern, aber ja, regulär war das nicht», sagte Marcel Hirscher nach dem ersten Slalomlauf in Adelboden zum österreichischen Fernsehen. «Ich möchte nicht in der Rolle stecken, das entscheiden zu müssen. Auch alle anderen Kollegen, die nach mir kamen, waren chancenlos.»

Hirscher, der mit Startnummer 6 und damit genau nach dem Nebeleinbruch ins Rennen gegangen war, verlor bei seiner Fahrt 1,6 Sekunden auf den Halbzeitführenden Henrik Kristoffersen. Der Norweger konnte mit der Nummer 3 ins Rennen gehen und war wie Manfred Mölgg (Nr. 5) und Felix Neureuther (Nr. 2) einer der Profiteure im ersten Lauf.

Der frühere Weltcupfahrer und heutige SRF-Skiexperte Marco Büchel sprach in seiner Analyse von zwei Rennen: «Das erste Rennen fuhren die Nummern 1 bis 4 oder 5, mit dem Nebel begann dann das zweite Rennen. Das war schon entscheidend. Fair ist etwas anderes. Wenn ein Athlet den Boden nicht mehr sieht, sind das ganz unterschiedliche Verhältnisse.»

Im zweiten Lauf verbesserte sich Hirscher dank einer mutigen Fahrt und trotz eines Innenskifehlers noch auf den 3. Platz. Ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Tages für den 41-fachen Weltcupsieger. Henrik Kristoffersen, der mit 1,86 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Manfred Mölgg und einem 2,19-Sekunden-Polster gegenüber Hirscher siegte, war aber auch im zweiten Lauf eine Klasse zu gut für die Konkurrenz. Obwohl seine Sicht ebenfalls vom Nebel beeinträchtigt war.

«Henrik hat gezeigt, dass man auch bei schlechter Sicht super Zeiten fahren kann», resümierte der achtplatzierte Daniel Yule. Der Schweizer hatte sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang mit dem Nebel zu kämpfen, wollte dies aber nicht dramatisieren.

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