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Noch ein Google-Rivale, der mit Datenschutz punkten will

Die neue Suchmaschine One Search verspricht, weder Suchverläufe zu speichern noch Nutzerprofile anzulegen.

Trotz des Auftritts ganz in Schwarz hat diese Website nur die hellsten Absichten.
Trotz des Auftritts ganz in Schwarz hat diese Website nur die hellsten Absichten.
PD

Onesearch.com verspricht, all das zu unterlassen, was Google routinemässig tut: Die Suchmaschine verwendet keine Cookies, betreibt kein Tracking, speichert keine Suchverläufe und individualisiert die Resultate nicht.

Die neue Suchmaschine treibt den Datenschutz aber noch weiter. Sie verschlüsselt die Suchanfragen in der Adressleiste, sodass selbst die im Browser gespeicherten Zugriffe keine Rückschlüsse auf die recherchierten Begriffe erlauben.

Die Suchresultate stammen von Microsofts Suchmaschine Bing. Betrieben wird One Search von einer Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Telecomriesen Verizon, nämlich Verizon Media. Zu dieser gehören auch der Internetprovider AOL und Webpionier Yahoo. Das hat das Newsportal «The Verge» zur spöttischen Bemerkung veranlasst, diese die Privatsphäre respektierende Suchmaschine käme «von dem Unternehmen, das Geld verdient, indem es Leute trackt».

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Der Fokus auf die Privatsphäre ist allerdings genau das Merkmal, mit dem sich die Konkurrenz von Google differenzieren kann. Folgerichtig gibt es bereits eine Handvoll Suchanbieter, die mit dem Datenschutz werben:

Duckduckgo.com: Diese Suchmaschine gibt es seit 2008. Sie setzt auf offene Software und finanziert sich über Werbung, die sich bei «Weitere Einstellungen» auch abschalten lässt. Die Datenschutzerklärung sei einfach: «Wir sammeln oder teilen keine deiner persönlicher Daten», verspricht Duck Duck Go.

Swisscows.ch: Das einheimische Fleckvieh und der Name täuschen nicht. Die Suchmaschine stammt aus der Schweiz, nämlich aus dem thurgauischen Egnach. Sie vermittelt seit Juni 2014 die passenden Links zu einer Suchanfrage. Nebst der kompletten Anonymität bekennt sich Swiss Cows auch zu «familienfreundlichen Internetinhalten». Das bedeutet, dass keine Resultate zu Gewalt und Pornografie angezeigt werden – entsprechende Anfragen werden mit einer Entschuldigung abgewiesen. Nebst Text und Videos stehen auch Recherchemöglichkeiten für Musik, ein Übersetzungsdienst und Digest zur Verfügung: Dieses Modul erstellt automatische Textzusammenfassungen.

Qwant.com: Diese Google-Alternative stammt aus Frankreich. Sie ging 2013 an den Start und verspricht ebenfalls, keine Daten zu sammeln, Resultate nicht zu personalisieren und auch keine zielgerichtete Werbung auszuspielen. Anzeigen gibt es, die von Microsofts Werbenetzwerk bereitgestellt werden. Qwant stellt auch Resultate zu News, Bildern, Videos, aus sozialen Netzwerken und eine Kartenanwendung bereit. Unter qwantjunior.com gibt es eine Suchmöglichkeit für Kinder und Jugendliche.

Ecosia.org: Das Recherchewerkzeug aus Berlin stellt den Datenschutz nicht ins Zentrum. Es will vielmehr eine ökologische Alternative anbieten: Die Gewinne, die mittels Anzeigen von Bing generiert werden, gehen zu einem grossen Teil an gemeinnützige Naturschutzorganisationen, ausserdem werden die Server CO2-neutral betrieben. Gleichwohl ist der Datenschutz ein Anliegen: Es gibt keine Suchprofile, und Anfragen werden anonymisiert gespeichert.

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