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Migros benutzt kleine Sprachschule, um Millionenauftrag zu ergattern

Zusammen gewannen sie eine öffentliche Ausschreibung. Dann liess der Grossverteiler die KMU fallen.

Martin Sturzenegger
Ausländer müssen Deutschtests absolvieren, wenn sie im Kanton Zürich eine Arbeitsbewilligung wollen. Foto: Getty Images
Ausländer müssen Deutschtests absolvieren, wenn sie im Kanton Zürich eine Arbeitsbewilligung wollen. Foto: Getty Images

Es war die vermeintlich perfekte Partnerschaft – heute wollen sie nichts mehr voneinander wissen: die Social Input (SI), eine kleine Sprachschule aus dem Aargau, und die Migros-Klubschule. Gemeinsam bewarben sie sich Anfang 2017 für die kantonale Vergabe eines Sprachtests – «Deutscheinschätzung für fremdsprachige Stellensuchende», so die offizielle, etwas sperrige Bezeichnung. Wer ihn besteht, soll für den Arbeitsmarkt zugelassen werden. Laufzeit des Auftrags: ab Januar 2018, für mindestens fünf Jahre. Volumen: rund 2,5 Millionen Franken für 500 Module. Das ungleiche Firmenduo holte sich den Auftrag. Das Ganze endete jedoch im Streit. Mit der SI als geschädigter Partei, die heute vom Auftrag ausgeschlossen ist.

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