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Mehr Geld für Rentner statt für junge Väter

Der Erwerbsersatz-Beitrag soll gesenkt werden, um die Kosten für eine Erhöhung der AHV zu mildern. Damit verliert der Vaterschaftsurlaub an politischer Akzeptanz.

Die Aussichten, dass Väter nach der Geburt mehr Zeit für ihre Kinder haben, verdüstern sich. Foto: Kniel Synnatzschke (Plainpicture)
Die Aussichten, dass Väter nach der Geburt mehr Zeit für ihre Kinder haben, verdüstern sich. Foto: Kniel Synnatzschke (Plainpicture)

Bundesrat Alain Berset hatte den Antrag für die Sitzung des Bundesrates vom 24. Juni schon formuliert. Trotz Druck des Arbeitgeberverbandes und freisinniger Politiker wollte der Sozialminister seinen Regierungskollegen beliebt machen, die Beiträge für die Erwerbsersatzordnung (EO) bei 0,5 Lohnprozenten zu belassen, statt zu senken. Mit der EO wird der Erwerbsausfall von Soldaten, Müttern, Zivilschützern und Zivildienstleistenden teilweise kompensiert. 2011 hatte der Bundesrat die Beiträge von 0,3 auf 0,5 Prozent erhöht – befristet bis Ende 2015. Mittlerweile hat sich die finanzielle Situation des EO-Fonds verbessert. Der Arbeitgeberverband fordert deshalb eine Senkung auf 0,4 Prozent – damit könnten Arbeitnehmer und Arbeitgeber um 400 Millionen Franken jährlich entlastet werden. Die gesetzlichen Anforderungen an die Reserven des Fonds würden dennoch erfüllt.

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