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Embolos erste Worte nach der OP

Breel Embolo meldet sich nach der tragischen Verletzung erstmals über Social Media und bedankt sich für die grosse Anteilnahme.

«An Tragik kaum zu überbieten»: Schalkes Hoffnungsträger Breel Embolo liegt schwer verletzt am Boden.
«An Tragik kaum zu überbieten»: Schalkes Hoffnungsträger Breel Embolo liegt schwer verletzt am Boden.
AFP

Im Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und Schalke 04 (1:1) läuft die 22. Minute, als der Augsburger Konstantinos Stafylidis an der Seitenlinie rücksichtslos in den Zweikampf mit Breel Embolo geht. Stafylidis erwischt den Schweizer mit voller Wucht. Bald schon ist klar: Embolo hat einen Bruch des Sprunggelenks erlitten. Nach der Operation in der Hessingpark-Clinic in Augbsurg wird dann aber eine noch niederschmetternde Diagnose öffentlich: Es handelt sich um eine komlizierte Fraktur mit Bruch von linkem Knöchel und Wadenbein sowie Rissen an Syndesmose- und Innenband.

«Die Mediziner gehen davon aus, dass Breel Embolo mindestens zwischen vier und sechs Monate ausfallen wird. Eine genauere Prognose wird nach den ersten beiden Monaten in der Reha möglich sein», heisst es in einer Mitteilung von Schalke 04. Beim Eingriff hätten die Ärzte das Wadenbein mit einer Platte fixiert. Schien- und Wadenbein seien zur Behandlung der Syndesmoseverletzung mit einem Fadenankersystem gestellt worden.

«Keine Absicht, aber Dummheit»

Schalkes Trainer Markus Weinzierl, der letzte Saison noch die Augsburger coachte, klagt seinen früheren Schützling Stafylidis später vor der Kamera des Pay-TV-Senders Sky an: «Ich weiss, dass er seine Gedanken nicht koordiniert. Er sieht einfach den Ball und hat Aggressivität. Absicht unterstelle ich ihm nicht, aber Dummheit.»

Christian Heidel, der Manager der Gelsenkirchener, befand, Embolos Verletzung sei an Tragik kaum zu überbieten: «Jeder hat gedacht, er ist angekommen, und jetzt wortwörtlich dieser Bruch. Wir werden ihm jede Unterstützung zukommen lassen, mental und medizinisch.»

«Ich schwöre bei meinem Leben, ich wollte das nicht»

Augsburgs Coach Dirk Schuster bezeichnete das fatale Foul von Stafylidis als «dämlich». Es sei zum Zeitpunkt der Attacke noch nicht einmal Torgefahr von Embolo ausgegangen. «Ich wünsche Breel Embolo, dass die Heilung schnell vonstatten geht», gab Schuster zu Protokoll. Und was sagt Übeltäter Stafylidis? Er entschuldigt sich in aller Form: «Ich schwöre bei meinem Leben, ich wollte das nicht. Ich werde Breel in der Klinik besuchen und mit ihm sprechen.»

Der Ausfall des 22,5 Millionen Euro teuren Rekordtransfers trifft die Schalker auch sportlich sehr hart. Mit seinem Doppelpack gegen Mönchengladbach am letzten Spieltag vor der WM-Qualifikations-Pause hatte Embolo unterstrichen, welchen Wert er für die Königsblauen haben kann. Die «Westdeutsche Allgemeine», die wichtigste Zeitung im Schalker Einzugsgebiet, schreibt in ihrer Onlineausgabe von einem «Embolo-Schock».

Genesungswünsche von Valentin Stocker

Wenige Stunden nach der Operation meldete sich Embolo via Instagram zu Wort. «Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei allen für die vielen lieben Nachrichten bedanken! Es geht mir schon ein wenig besser und sehe nur ein Ziel vor Augen: so schnell wie möglich zurück auf den Platz.» Bis am Sonntagabend gingen auf Embolos Profil mehrere Tausend Meldungen ein.

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