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FCZ mit Zittersieg – Henchoz in Sion vor dem Aus?

Der FC Zürich rettet einen 1:o-Vorsprung gegen Thun über die Zeit. St. Gallen gewinnt zu Hause überlegen 3:0 gegen Sion.

mke ete
Die zwei Cup-Verlierer agierten in der Startphase auf Augenhöhe und neutralisierten sich mehrheitlich. Thun hatte zwar mehr vom Spiel, aber der FCZ kam durch Kramer zur einzigen Topchance in den ersten 30 Minuten. Glarner rettete aber mirakulös auf der Linie.
Die zwei Cup-Verlierer agierten in der Startphase auf Augenhöhe und neutralisierten sich mehrheitlich. Thun hatte zwar mehr vom Spiel, aber der FCZ kam durch Kramer zur einzigen Topchance in den ersten 30 Minuten. Glarner rettete aber mirakulös auf der Linie.
KEYSTONE/Peter Schneider
Nach der Pause war das Spiel weiter ausgeglichen, bis Simon Sohm nach einer strittigen Szene seine zweite gelbe Karte sah und vom Platz flog. Die Thuner konnten so bis zum Platzverweis von Sven Joss acht Minuten vor Schluss in Überzahl agieren.
Nach der Pause war das Spiel weiter ausgeglichen, bis Simon Sohm nach einer strittigen Szene seine zweite gelbe Karte sah und vom Platz flog. Die Thuner konnten so bis zum Platzverweis von Sven Joss acht Minuten vor Schluss in Überzahl agieren.
KEYSTONE/Peter Schneider
Nach dem Platzverweis übte das Heimteam Druck aus und tauchte immer wieder gefährlich vor Brecher auf. Dieser erwischte aber einen super Tag und hielt die FCZ-Führung mehrmals spektakulär fest.
Nach dem Platzverweis übte das Heimteam Druck aus und tauchte immer wieder gefährlich vor Brecher auf. Dieser erwischte aber einen super Tag und hielt die FCZ-Führung mehrmals spektakulär fest.
KEYSTONE/Peter Schneider
Am Ende nützte alles Anrennen nichts. Wie so oft mangelte es dem FC Thun an der nötigen Effizienz. Sie bleiben weiter auf ihren sechs Punkten im Tabellenkeller sitzen. Der FCZ hingegen hat sich langsam aber sicher von der Gefahrenzone distanziert.
Am Ende nützte alles Anrennen nichts. Wie so oft mangelte es dem FC Thun an der nötigen Effizienz. Sie bleiben weiter auf ihren sechs Punkten im Tabellenkeller sitzen. Der FCZ hingegen hat sich langsam aber sicher von der Gefahrenzone distanziert.
KEYSTONE/Peter Schneider
In St. Gallen fielen in der ersten Hälfte keine Tore. Zwar dominierten die St. Galler nach belieben, münzten die Überlegenheit aber nicht in Treffer um. Nach der Pause brauchte es einen Geniestreich von Jordi Quintilla, der den Unterschied machte. Der formstarke Spanier verwandelte einen Freistoss direkt im Tor.
In St. Gallen fielen in der ersten Hälfte keine Tore. Zwar dominierten die St. Galler nach belieben, münzten die Überlegenheit aber nicht in Treffer um. Nach der Pause brauchte es einen Geniestreich von Jordi Quintilla, der den Unterschied machte. Der formstarke Spanier verwandelte einen Freistoss direkt im Tor.
freshfocus/Marc Schuhmacher
Dann war der Damm gebrochen. Nur sechs Minuten später verwertete Demirovic den Abpraller eines Görtler-Lattenschusses ohne Probleme zum 2:0.
Dann war der Damm gebrochen. Nur sechs Minuten später verwertete Demirovic den Abpraller eines Görtler-Lattenschusses ohne Probleme zum 2:0.
freshfocus/Marc Schuhmacher
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Der FC Zürich punktet auch im dritten Meisterschaftsspiel in Serie. Das zweitschlechteste Auswärtsteam der Liga siegte beim schwächsten Heimteam Thun 1:0 und totalisiert nun sieben Punkte aus den letzten drei Partien. 20 Minuten musste der FCZ dabei mit einem Mann weniger spielen, weil der 18-jährige Mittelfeldspieler Simon Sohm nach einer Stunde die zweite Verwarnung kassiert hatte. Zehn Minuten vor Schluss wurde dann auch Thuns Sven Joss mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Thun hatte in der Phase nummerischer Überlegenheit nachher natürlich klar mehr Spielanteile, richtige Gefahr entstand aber nur bei zwei Kopfbällen von Simone Rapp, die FCZ-Goalie Yanick Brecher reflexschnell aus der Ecke fischte und einem Abschluss von Debütant Ahmed Hiran. Thun nützte auch nichts, dass die offizielle Statistik am Schluss 26:4 Torschüsse für die Berner Oberländer auswies.

Kramer erneut FCZ-Matchwinner

Zum goldenen Treffer wurde so das 1:0 durch den Slowenen Blaz Kramer fünf Minuten vor der Pause, der Slowene war mustergültig von Antonio Marchesano in die Tiefe geschickt worden. Das Tor eingeleitet hatte unfreiwillig mit einem unnötigen Fehler in der Vorwärtsbewegung Thuns Nicola Sutter. Die Berner Oberländer hatten zwar ihre Möglichkeiten, es fehlte aber die letzte Entschlossenheit. Verständlich für ein Team, das seit dem Sieg in der vierten Runde in Luzern nur noch einen Punkt aus acht Partien eingespielt hatte und das am wenigsten Tore geschossen und am meisten kassiert hat.

St. Gallen bringt Henchoz in unangenehme Situation

Der St. Galler Höhenflug geht weiter: Die Ostschweizer gewinnen gegen Sion 3:0. Für Trainer Stéphane Henchoz wird die Luft im Wallis langsam sehr dünn. Das Schicksal von Stéphane Henchoz ist nach der 0:3-Niederlage gegen den FC St. Gallen wohl besiegelt. Es wäre keine grosse Überraschung, wenn sich die Wege von Sion und Henchoz in den nächsten Tagen trennen würden. Unter der Woche spielte der Sion-Boss mit den Muskeln und stellte seinem Trainer einen «Wachhund» als Assistent an die Seite. Christian Zermatten war schon zweimal Interimstrainer und gilt als Vertrauter von Christian Constantin. Nach dem Sieg im Cup zog er das Team in einem viertägigen Trainingslager zusammen und im Kybunpark sendete CC ein weiteres Zeichen an Henchoz. Der Boss stand nicht mehr hinter der Trainerbank, sondern nahm darauf Platz.

Alles umsonst. Die fünfte Niederlage im sechsten Spiel konnte nicht verhindert werden. Zu dominant und mit dem Enthusiasmus aus den letzten Erfolgen trat der FCSG auf. Im Kybunpark lief praktisch Einbahnfussball. Im Minutentakt kam der Gastgeber zu Chancen. Görtler (1.), Ruiz (7., 22.), Demirovic (16.), Itten (20., 29.) um einige zu nennen. Die Hausherren hätten längst führen müssen, aber weil alle vergaben oder knapp an Goalie Mitryuschkin scheiterten und auch Grgic für Sion vergab, stand es zur Pause 0:0. Qunitilla war mit seinem 1:0 nach der Pause der Türöffner. Für St. Gallen liefe es wie am Schnürchen und für die Walliser das Spiel gelaufen. Die harmlosen Gäste brachen komplett ein.

Sion muss Lösungen finden

«Jeder muss sich hinterfragen: Wo kann ich mehr machen, um der Mannschaft zu helfen, sagte Offensivspieler Lenjani nach dem 0:3 gegenüber Teleclub. Auf die schlechte Leistung der Mannschaft habe das unruhige Umfeld keinen Einfluss gehabt. «Der Trainer kann nichts dafür. Wir Spieler müssen besser spielen, dann kommen wir aus der schlechten Phase heraus.» Und «Wachhund» Zermatten sagte: «Wir müssen Lösungen finden.» Ob und welche das sind, werden die nächsten Tage zeigen. Ein Bekenntnis pro Trainer gab es nicht zu hören. Der Sion-Präsident suchte aber unmittelbar nach dem Schlusspfiff zusammen mit seinem Sohn und Sportchef Barthelèmy die Kabine auf und richtete einige Worte an die Mannschaft. Der Inhalt blieb hinter verschlossenen Türen.

Thun - Zürich 0:1 (0:1)

6201 Zuschauer. - SR Schärer.

Tor: 39. Kramer (Marchesano) 0:1.

Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues (87. Havenaar), Sutter (79. Munsy), Joss; Gelmi, Roth (70. Hiran), Karlen; Tosetti, Rapp, Vasic.

Zürich: Brecher; Britto, Omeragic, Bangura, Pa Modou (81. Tosin); Domgjoni, Sohm; Schönbächler (63. Janjicic), Marchesano (70. Rüegg), Kololli; Kramer.

Bemerkungen: Thun ohne Castroman, Fatkic, Stillhart (alle gesperrt), Hediger, Salanovic, Ziswiler, Bigler (alle verletzt), Wanner und Righetti (krank). Zürich ohne Nathan (gesperrt), Hekuran Kryeziu, Mirlind Kryeziu, Charabadse, Mahi, Winter und Aliu (alle verletzt) und Ceesay (nicht im Aufgebot). 59. Gelb-Rote Karte gegen Sohm (Foul). 82. Gelb-Rote Karte Joss (Foul). Verwarnungen: 8. Joss (Foul). 34. Sohm (Foul). 37. Kololli (Foul). 37. Glarner (Foul). 90. Tosin (Foul). 94. Rapp (Foul).

St. Gallen - Sion 3:0 (0:0)

13'750 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 56. Quintilla (Freistoss) 1:0. 61. Demirovic (Görtler) 2:0. 73. Hefti (Babic).

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintilla (84. Wiss), Victor Ruiz (74. Fazliji): Itten; Babic, Demirovic (74. Guillemenot).

Sion: Mitrjuschkin; Maceiras, Ndoye, Abdellaoui, Facchinetti (71. Song); Kouassi; Kasami, Toma, Grgic (64. Fortune), Lenjani; Doumbia (54. Luan).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Lüchinger und Nuhu (beide verletzt), Vilotic, Fabiano, Ribeiro, Rüfli und Campos (alle nicht im Aufgebot). Sion ohne Fickentscher, Khasa und Raphael (alle verletzt), Adao, Bamert, Itaitinga und Morgado (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 14. Kouassi (Foul).

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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