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«Falsche Prognosen können Wahlen indirekt beeinflussen»

Die Vorhersagen zur US-Wahl waren ein Debakel. Umfrageforscher Georg Lutz warnt vor Überinterpretationen. Auch in der Schweiz, etwa bei der Atomausstiegsinitiative.

Aus Sicht von Politologe Gregor Lutz lagen die US-Wahlprognosen gar nicht so weit daneben.
Aus Sicht von Politologe Gregor Lutz lagen die US-Wahlprognosen gar nicht so weit daneben.
PD

Die Meinungsforscher lagen dieses Jahr ziemlich daneben. Zuerst bei der Brexit-Abstimmung und jetzt bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Was läuft falsch?

Das Grundproblem ist überall gleich, egal ob in den USA, in Grossbritannien oder der Schweiz. Die Schwierigkeit bei Prognosen ist immer, mit möglichen Verzerrungen in der Zusammensetzung der Befragten umzugehen. Im Idealfall würde der Fehler solcher Befragungen mit 1000 bis 2000 Personen bei ein paar wenigen Prozentpunkten liegen. In der Praxis haben einige Leute heute keinen Festnetzanschluss mehr oder sie sind nicht in Registern erfasst. Zudem ist die Bereitschaft mitzumachen oft klein. Nicht selten antworten weniger als 10 Prozent auf Anfragen.

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