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Es braucht rasch einen neuen SBB-Chef

Andreas Meyer hat sich blenden lassen. Er kann nicht mehr Teil der Lösung sein.

«Willkommen bei den SBB. 32'300 leidenschaftliche Mitarbeitende machen uns zum Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und arbeiten mit uns an unserer Vision für die Mobilität der Zukunft.» So begrüsst uns der beliebteste – und der mit den höchsten Subventionen bedachte – Bundesbetrieb auf seiner Website. Diesem Riesenunternehmen fehlen 62 Bombardier-Züge und täglich 65 Lokführer, also ein viertel Prozent der Be­legschaft, und das soll als Begründung für Verspätungen und als Ausrede dafür herhalten, dass milliardenteure Ausbauprojekte nicht optimal genutzt werden. Was da die SBB-Führung diese Woche als Lösung vorgeschlagen hat, ist, mit Verlaub, eine Frechheit.

Dabei ist die Krise, in der die SBB stecken, hausgemacht. Dass der Betrieb wegen der Lokführer am Limit läuft, ist mindestens seit 2010, das heisst während des grössten Teils von Andreas Meyers Amtszeit, bekannt. Dass fehlende Lokführer für den Zugsverkehr betriebskritisch sind, weiss man, seit es Bahnunternehmen gibt. Darum braucht es Reserven. Dass es die nicht gibt, ist ein Versagen des Managements.

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