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Eltern sollen die Sozialhilfe entlasten

Politiker wollen eine Unterhaltspflicht für 18- bis 25-Jährige, die nicht für sich sorgen können.

Junge Erwachsene, die etwa die Lehre abbrechen, sollen künftig keine Sozialhilfe mehr erhalten. Foto: Plainpicture
Junge Erwachsene, die etwa die Lehre abbrechen, sollen künftig keine Sozialhilfe mehr erhalten. Foto: Plainpicture

Als gestern die neuen Richtlinien für Sozialhilfebezüger präsentiert wurden, offenbarte sich in der SP ein Graben. «Willkürlich und schäbig», kommentierte die SP Schweiz in einem Communiqué den gekürzten Grundbedarf für unter 25-Jährige und kinderreiche Familien ab 2016. Bei den Praktikern klingt es anders. Er begrüsse den Entscheid, sagte Nicolas Galladé (SP), Sozialvorsteher in Winterthur, wo die Sozialhilfequote überdurchschnittlich hoch ist. «Alle 26 Kantone haben den neuen Richtlinien zugestimmt, damit erhalten diese eine grössere Legitimation.» Dieser Schritt habe die Sozialhilfe gestärkt, die Zersetzungstendenzen seien passé. Inhaltlich und finanziell erwartet Galladé nicht zu viel: «Die Budgets werden damit nicht massiv entlastet.» Doch er wertet es positiv, dass die Sozialdirektoren und Hunderte von Gemeinden sich auf einen Kurs geeinigt haben.

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