Ordnungshüter am Ohr erwischt

Eklat in Saint-Étienne: Im EM-Spiel zwischen Kroatien und Tschechien fliegen Knallkörper aufs Feld und verletzen einen Wärter.

Verbotene Szene: Kroatischen Anhänger schiessen kurz vor Schluss Petarden aufs Feld.(Video: SRF)

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Es deutete alles auf einen klaren (und friedlichen) Sieg von Kroatien gegen Tschechien hin. Bis zur 76. Minute führte das Star-Ensemble mit Mandžukic, Modric und Rakitic gegen die bis dahin meist überforderten Tschechen mit 2:0. Dann aber kam der erste Schock für die Kroaten: Eine Unachtsamkeit führte zum überraschenden Kopftor von Skoda und hauchte dem tschechischen Spiel neues Leben ein.

Der zweite Schock folgte zehn Minuten später, als aus der kroatischen Fankurve über ein Dutzend Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld landeten. Während der Aufräumaktion explodierte ein Knallkörper in unmittelbarer Nähe eines Ordnungshüters. Der Wärter konnte nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und taumelte mit einem Tinitus vom Feld.

Der englische Schiedsrichter Mark Clattenburg setzte das Spiel nach fünf Minuten fort, obwohl es im rot-blau-karrierten Block nach den Fackelwürfen zu wüsten Schlägereien gekommen war und sich diese bis zum Ende der Partie fortsetzten.

Zum dritten Schock kam es in der Nachspielzeit: Kroatien kassierte durch einen Handspenalty das 2:2, was den Frust der kroatischen Fans weiter nährte. Das Chaos auf der Tribüne hielt noch lange nach dem Schlusspfiff an und dürften Konsequenzen für die kroatische Nationalmannschaft haben.

Die Uefa hat wegen der Ausschreitungen bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet und dürfte in den nächsten 24 Stunden ein deftige Busse und eine Verwarnung gegen den kroatischen Verband aussprechen.

(sr)

Erstellt: 17.06.2016, 20:12 Uhr

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