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Eine Partei radikalisiert sich

Die Alternative für Deutschland (AFD) ist von der Anti-Euro-Partei zur rabiaten Nichtwillkommenspartei geworden. Aber ist sie deshalb eine Gefahr für die Demokratie?

Nationalkonservativ, aber nicht verfassungsfeindlich: Anhänger der AFD demonstrieren in Erfurt. Foto: Jens Meyer (Keystone)
Nationalkonservativ, aber nicht verfassungsfeindlich: Anhänger der AFD demonstrieren in Erfurt. Foto: Jens Meyer (Keystone)

Der kalkulierten Provokation folgte die kalkulierte Schadensbegrenzung. «Die Alternative für Deutschland lehnt es strikt ab, dass auf Menschen geschossen wird, die friedlich Einlass in das Bundesgebiet begehren», teilte Parteichefin Frauke Petry mit und widersprach damit ihren Aussagen vom Samstag. Da hatte sie gesagt, dass deutsche Grenzbeamte notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen müssten, um Flüchtlinge aufzuhalten, so sehe es das Gesetz vor. Petrys Stellvertreterin Beatrix von Storch hatte auf die Nachfrage, ob sie auch auf Frauen und Kinder schiessen lassen würde, lakonisch geantwortet: «Ja.» Später schränkte die Juristin ihre Aussage ein: Es sei natürlich absolut ­verboten, auf Kinder zu schiessen. Auf Frauen hingegen nicht.

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