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Die Mauer ist auch eine Biografie

Das Dekor ist opulent wie immer – aber die Bregenzer «Turandot» lebt durch die feine Regiearbeit.

Bei den Bregenzer Festspielen liebt man es pompös: Bühnenbild der Puccini-Oper «Turandot». Foto: Anja Köhler
Bei den Bregenzer Festspielen liebt man es pompös: Bühnenbild der Puccini-Oper «Turandot». Foto: Anja Köhler

Vor dem Belcanto stand an den Bregenzer Festspielen der Schweiss. Viel Schweiss: 27 Meter hoch ist die chinesische Mauer auf der Bühne, 72 Meter breit und 335 Tonnen schwer. Und klar ist diese Kulisse gut für grösstes Spektakel und ausufernden Pomp. Diese Bildermacht droht in der Oper immer jedes Gefühl zu übertünchen – weil es sich die Darsteller darin bequem machen ­können. Aber die Geschichte rund um Puccinis männermordende chinesische Prinzessin Turandot verschwindet in Bregenz nicht im Dekor. Grösse entsteht in der Inszenierung des Schweizer Regisseurs und Bühnenbildners Marco Arturo Marelli auch im Kleinen.

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