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Die Einsamkeit des Wettermannes

41 Jahre lebte und arbeitete Willy Kobler auf dem Säntis. Ende Monat fährt er mit der Schwebebahn talwärts in den Ruhestand.

Zu Hause auf dem Säntis: 41 Jahre lang wohnte und arbeitete Willy Kobler auf dem Säntis - wo es schon einen schaurigen Mord gab. (18. August 2015).
Zu Hause auf dem Säntis: 41 Jahre lang wohnte und arbeitete Willy Kobler auf dem Säntis - wo es schon einen schaurigen Mord gab. (18. August 2015).
Urs Jaudas
Verbindung ins Tal: Tag und Nacht verbrachte Kobler auf der Bergspitze und unterhielt die technischen Anlagen der Swisscom. Nur zwischendurch, nach mehrtägigen Schichten, fuhr er für ein paar Tage zu seiner Familie nach St. Gallen.
Verbindung ins Tal: Tag und Nacht verbrachte Kobler auf der Bergspitze und unterhielt die technischen Anlagen der Swisscom. Nur zwischendurch, nach mehrtägigen Schichten, fuhr er für ein paar Tage zu seiner Familie nach St. Gallen.
Urs Jaudas
Schaurige Entdeckung: Als die Wetterdaten 1922 längere Zeit ausblieben, machten sich Säntisträger Seppatoni Rusch und sein Sohn auf um die Telegrafenleitungen zu kontrollieren und entdeckten das ermordete Ehepaar.
Schaurige Entdeckung: Als die Wetterdaten 1922 längere Zeit ausblieben, machten sich Säntisträger Seppatoni Rusch und sein Sohn auf um die Telegrafenleitungen zu kontrollieren und entdeckten das ermordete Ehepaar.
Photobibliothek.ch
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Willy Kobler ist 1,92 Meter gross und kräftig gebaut. Aber wenn der Wind in einem Tempo von 100 Stundenkilometern über den Säntis fegt, muss selbst er aufpassen, dass es ihn nicht «wegluftet». Dann robbt er auf dem Bauch ins Freie, dreht sich auf dem Rücken und analysiert die Wolkenlage. Wenn der Wind aber auf 120 Stundenkilometer beschleunigt, geht auch er nicht mehr hinaus. Dann bekommen die Klimatologen und Prognostiker im Flughafen Kloten statt einer Wolkenanalyse eine Ausfallmeldung.

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