Deftige Ohrfeige für Forte

Das Leiden des neuen FCZ-Trainers Uli Forte während der Schmach gegen St.Gallen – in Wort und Bild.

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Am Ende mochte Ancillo Canepa gar nicht mehr hinsehen. 3:0 leuchtete das Resultat auf der Anzeigetafel in der St.Galler Arena. Die reguläre Spielzeit war bereits vorbei, der FCZ-Präsident musste aber weiter leiden, weil der Schiedsrichter noch drei Minuten nachgespielen liess. Entgeistert starrte Canepa auf sein Handy und harrte bis zum Schlusspfiff aus.

Vorne an der Seitenlinie stand Uli Forte: der neue Hoffnungsträger. Der Nachfolger von Sami Hyypiä hatte den FC Zürich am vergangenen Freitag mit viel Elan übernommen und musste nun feststellen, dass nach dieser Niederlage mehr zu tun ist, als ihm lieb ist. «Wir müssen jetzt eine Woche lang hart arbeiten», gab sich Forte nach Spielschluss kämpferisch. «Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwei vor zwölf, aber wir müssen uns gegen diese Situation wehren.»

Etwas resigniert, aber entschlossen klatschte Forte nach dem 0:3 beim Canepa ab. Etwas beschämt, aber doch mutig wagte er dann mit der Mannschaft den Schritt in die blaue Kurve. Der Dank an die mitgereisten Fans war aber nur von kurzer Dauer. Zu gross war Angst, sich der Schelte der erbosten Anhänger auszusetzen. «Die Enttäuschung ist riesig, aber es war auch nicht einfach in zwei Tagen etwas zu bewirken», erklärte Forte.

«Das Messer am Hals»

Zwei Runden vor Schluss steht der FCZ immer noch auf einem Abstiegsplatz, der FC St.Gallen ist die Sorgen der Relegation jedoch endgültig los. «Die Erleichterung ist gross», sagte Abwehrchef Martin Angha, der gegen die Zürcher Offensive leichtes Spiel hatte. «Die Verunsicherung des FCZ hat man voll gespürt. Man hat gemerkt, dass sie das Messer am Hals haben.»

Forte stellte diese Erkenntnis nicht Abrede und nannte die mentalen Schwäche denn auch als Hauptgrund für die fehlende Leistung. «Der kollektive Auftritt hat gefehlt, jeder Spieler war mit sich selber beschäftigt. Wir sind nicht so kompakt gestanden, wie ich mir das erhofft habe.» Ein perfektes Spiel erlebte hingegen St.Gallens Trainer Josef Zinnbauer: «Wir hatten den FCZ komplett im Griff, meine Mannschaft war heute top, Hut ab.»

Erstellt: 16.05.2016, 20:45 Uhr

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