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«Dann werden die Versicherten bestraft»

Markus Leibundgut, Chef von Swisslife, kämpft für einen tieferen Umwandlungssatz in der zweiten Säule. Foto: Samuel Schalch

Nachdem die Rentenreform an der Urne gescheitert ist, verharrt der Mindestumwandlungssatz bei 6,8 Prozent. Wie wichtig ist es für Sie, dass er sinkt?

Wann die nächste Reform der zweiten Säule kommt, ist offen. Bundesrat Alain Berset will sich vorerst auf die AHV konzentrieren.

Sie malen schwarz. 2017 machten viele Pensionskassen Renditen von 8 Prozent. Das reicht locker für den heutigen Umwandlungssatz.

Gewerkschafter fordern, dass gleichzeitig über die «Mindestquote» die Gewinnmöglichkeiten der Lebensversicherer in der zweiten Säule eingeschränkt werden.

Wenn Sie Ihren Aktionären weniger ausschütten dürfen, bleibt doch mehr für die Versicherten übrig.

Die Linke stört grundsätzlich, dass die Lebensversicherer mit einer Sozialversicherung Geschäfte machen und bei ihnen Geld aus der zweiten Säule abfliesst.

Dieses Geschäft ist doch so lukrativ, dass Sie so oder so weitermachen.

. . . 5 bis 7 Prozent? Ihre Versicherten wären froh, sie hätten solche Zinsen.

Drohen Sie mit dem Ausstieg aus der Vollversicherung, falls die Politik den Spielraum einschränkt?

Sie weisen Unternehmen ab, die die Vollversicherung wählen möchten?

Diese Firmen könnten sich anderswo versichern, wenn es die Vollversicherung nicht mehr gäbe.

Und das alles, sagen Sie, nehmen die Gewerkschaften in Kauf?

Sprich: Gewerkschaften und SP greifen die zweite Säule an, um die erste zu stärken?